Sommermärchen-Affäre Völler, Tönnies und Watzke unterstützen Beckenbauer

Rudi Völler: Der ehemalige Nationalstürmer steh zu seinem Weltmeister-Trainer. Foto: dpa

In der Sommermärchen-Affäre mahnt Rudi Völler an, die Leistungen von Franz Beckenbauer trotz aller Vorwürfe gegen ihn rund um die Vergabe der Fußball-WM 2006 anzuerkennen.

 

Berlin - Der Sportdirektor von Bayer Leverkusen sagte der "Bild"-Zeitung: "Bei aller Aufklärungsarbeit sollte niemand vergessen, was Franz Beckenbauer für den deutschen Fußball getan hat."

Der 70-jährige Beckenbauer unterschrieb laut Deutschem Fußball-Bund vier Tage vor der WM-Vergabe eine Vereinbarung mit dem inzwischen lebenslang gesperrten Funktionär Jack Warner aus Trinidad und Tobago. Dem Verband des damals stimmberechtigten FIFA-Exekutivmitglieds seien Leistungen von deutscher Seite zugesagt worden. Beckenbauer hat dazu öffentlich noch keine Stellung genommen.

Unterstützung für Beckenbauer kommt auch von Schalke-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies. "Franz Beckenbauer ist für mich die Lichtgestalt des deutschen Fußballs", sagte Tönnies der "Bild". "Ich glaube, dass er nun seinen Teil zur Aufklärung der im Raum stehenden Fragen leisten wird."

Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, sagte: "Franz wollte die Weltmeisterschaft unter allen Umständen nach Deutschland holen. Nicht für sich, sondern für die Deutschen."

 

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