So tickt der TSV-1860-Mittelfeldspieler Dominik Stahl: Die Geheimnisse des Löwenretters

Will auch gegen St. Pauli wieder jubeln: Dominik Stahl. Foto: dpa

Dreimal hintereinander war Dominik Stahl jetzt der Matchwinner. Roller, Freundin, Studium, Simpsons, Lieblingsplatz – so tickt der 25-Jährige.

 

München - Matchwinner, Matchwinner und nochmal Matchwinner. Dreimal hintereinander hat Dominik Stahl für den TSV 1860 getroffen und den Löwen damit drei Siege beschert. Aus einem Abstiegskämpfer ist innerhalb von einem Monat das Gesicht der Löwen-Euphorie geworden. Mit Stahl in die Spur.

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Doch wer ist dieser Spieler eigentlich, der am Sonntag in Bochum sein 100. Zweitliga-Spiel für die Löwen bestritten hat? Die AZ stellt den 25-Jährigen vor, der bei 1860 in dieser Saison zum Vize-Kapitän aufgestiegen ist:

Sein Auto: Benutzt er kaum. Dominik Stahl fährt leidenschaftlich gerne Vespa und lässt diese nur in Ausnahmefällen stehen. „Es macht Spaß und ist zugleich sparsam“, sagt Stahl. Ob zum Training, zum Einkaufen oder ins Uni-Viertel. Stahl rollt mit seiner Vespa LX50 (Zweitakter) überall hin – wenn München nicht gerade im Schnee versinkt. „Mittlerweile ist sie eingewintert“, sagt Stahl der AZ.

Sein Lieblingsplatz: Auf dem Viktualienmarkt verbringt der Mittelfeldspieler viel Zeit. Er kauft dort Blumen für seine Freundin, in seiner Lieblingsmetzgerei isst er gerne Hühnersuppe. „Der Viktualienmarkt war für mich von Anfang an ein Platz, der mich in dieser Stadt begeistert hat“, sagt Stahl.

Sein Privatleben: Mit einem Schnitt von 2,1 hat er einst Abitur gemacht, studiert mittlerweile Psychologie an der Fernuni in Hagen. „Die Psychologie eines Menschen hat mich schon immer interessiert“, sagt Stahl, der seinen Wehrdienst bei der Sportfördergruppe Neubiberg geleistet hat. Bis er 15 war, hat Stahl in Osterburken (6500 Einwohner) in Baden-Württemberg gewohnt. Seit zehn Jahren lebt er nun in München, mittlerweile mit seiner Freundin Melissa zusammen.

Sein Werdegang bei den Löwen: Mit 15 wechselte Stahl von der TSG Hoffenheim zu den Löwen. Ernst Tanner hatte ihn entdeckt und zu 1860 ins Jugendinternat gelotst. Später ging es weiter ins Albertinum nach Laim, wo er in einer 25-Quadratmeter-Wohnung lebte. Bevor er schließlich mit seiner Freundin zusammenzog, hauste er mit dem heutigen Heidenheimer Mathias Wittek in einer WG. 2009 gab er sein Profidebüt im Spiel gegen Cottbus unter Trainer Ewald Lienen.

Seine Kindheit: Aus Osterburken hat es noch niemand zum Profi-Fußballer geschafft. „Da bin ich wirklich der Erste.“ In der Jugend kickte er beim örtlichen Sportverein und später beim TSV Tauberbischofsheim. Zu Beginn seiner Zeit im Löwen-Internat war es für Stahl nicht immer einfach ohne seine Familie. „Das war nicht immer leicht. Aber man hatte gar nicht so viel Raum für Heimweh im Internat.“

Sein erster Held: Seine Begeisterung für den Fußball begann mit seiner Liebe für den Karlsruher SC. Dabei hatte es ihm ein Spieler ganz besonders angetan. Das „Tor-Krokodil“ Sean Dundee. „Ich bin immer mit einem Trikot von Dundee ins Stadion.“ Heute ist die Liebe zum Stürmer und zum KSC verblasst. Die Löwen sind sein ein und alles. Seine Hobbys: Schon seit Kindertagen ist Dominik Stahl Fan der Fernsehserie „Die Simpsons“. Ansonsten bleibt außer Fußball, Freundin und Studium nur wenig Zeit für andere Dinge. Weil Dominik Stahl im vierten von elf Semstern ist, dürfte das auch noch etwas länger so bleiben.

 

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