So teuer ist München Wo die Miete das Einkommen aufzehrt

In München fließt ein Großteil der Einkommen in die Miete Foto: Nicolas Armer / dpa

Wie viel muss man verdienen, um sich das Wohnen in München leisten zu können? Eine neue Studie zeigt’s.

 

München - Gehalt und verfügbares Einkommen sind zwei Paar Schuhe. Lebt man alleine, zu zweit, hat man Kinder? Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten? All das spielt eine Rolle bei der Frage: Kann ich mir das Wohnen in dieser Stadt leisten?Das Unternehmen Nestpic, eigentlich eine Plattform zur Vermittlung möblierter Wohnungen, hat sich diverse Städte auf der ganzen Welt angeschaut, die hochqualifizierte Arbeitnehmer anziehen. So auch München.

Herausgekommen ist eine Liste, auf der der aktuelle Mietpreis pro Quadratmeter in den einzelnen Stadtteilen bestimmt wird, der den Preis widerspiegelt, auf den ein Wohnungssuchender stoßen würde. Die Daten stammen von über 30 verschiedenen Webseiten mit Wohnungsangeboten, heißt es.

Im deutschen Vergleich belegt München die ersten 21 Plätze

Um die Erschwinglichkeit zu ermitteln, wurden die Kosten für eine Single- (50 qm) oder Familienwohnung (105 qm) berechnet, das monatlich benötigte Gehalt, um eine Wohnung im jeweiligen Viertel finanzieren zu können und der entsprechende Prozentsatz des verfügbaren Einkommens dort. Hierbei wird von Durchschnittswerten ausgegangen. Es zeigt sich: In einigen Stadtteilen ist es einem Durchschnittsverdiener nicht möglich, eine kleine Wohnung alleine zu finanzieren.

Es überrascht den Münchner nicht: In der Auflistung für Deutschland belegen Münchner Stadtteile die ersten 21 Plätze, erst dann folgt die Frankfurter Innenstadt und auf Platz 28 drei Berliner Stadtteile. Genauso wenig überrascht wohl, dass die Altstadt und das Lehel, Schwabing, die Maxvorstadt, die Au und Haidhausen die vordersten Plätze belegen.

Milbertshofen-Am Hart (Platz 6) hätten aber vermutlich wenige vor Neuhausen-Nymphenburg oder Bogenhausen vermutet. Schlusslicht mit den niedrigsten Quadratmeterpreisen ist Ramersdorf-Perlach, doch braucht man hier auch noch satte 56 Prozent des Einkommens. Niedriger ist dieser Anteil in Allach-Untermenzing (39,24 Prozent), obwohl hier die Quadratmeterpreise höher sind. Offensichtlich sind hier die durchschnittlichen Einkommen höher.

 

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