So geht es jetzt weiter Trotz Meistertitel: Warum der FC Bayern II noch lange nicht aufgestiegen ist

Gewann 3:1 und wurde damit Meister: Der FC Bayern II. Foto: imago/foto2press

Mit dem Sieg gegen Greuther Fürth II hat sich der FC Bayern II endgültig die Meisterschaft in der Regionalliga Bayern gesichert. Doch aufgestiegen ist die Reserve des deutschen Rekordmeisters damit noch lange nicht. Wie es mit der zweiten Mannschaft jetzt weitergeht.

 

München - Die Kleinen machen's vor: Am Freitagabend hat sich der FC Bayern II die Meisterschaft in der Regionalliga Bayern gesichert – nach dem 3:1-Sieg gegen die zweite Mannschaft von Greuther Fürth ist den Münchnern der Titel nun auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen. 

Doch trotz des Titels ist der Meister noch lange nicht in die 3. Liga aufgestiegen – die AZ erklärt das komplizierte Prozedere und die nächste Hürde, die nun auf die Mannschaft von Trainer Holger Seitz zukommt.

Regionalliga: DFB ändert Aufstiegsregelung

Im Dezember 2017 hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) eine Änderung der Aufstiegsregelung in der Regionalliga beschlossen. Für diese und die kommende Saison einigten sich die Verantwortlichen auf eine Übergangssituation, die folgendermaßen aussieht:

Derzeit gibt es fünf Regionalligen (Bayern, Südwest, West, Nord, Nordost), also auch fünf Meister, von denen jedoch nur vier in die 3. Liga aufsteigen. Von diesen vier Aufstiegsplätzen wurden drei vornherein festgelegt – per Losverfahren. In diesem Jahr steigen die Meister der Regionalliga Südwest, West und Nordost direkt auf. Der Meister der Regionalliga Bayern spielt dagegen in zwei Playoff-Spielen gegen den Meister der Regionalliga Nord um den Aufstieg in die Dritte Liga.

Die Regionalliga Südwest hat eine Sonderstellung: Der Meister steigt hier stets sicher auf, weil die Liga auf den bisherigen zweiten Relegationsplatz verzichtet hat. Der zweite und dritte Direktaufsteiger wurden am 27. April 2018 durch Ex-Löwe Benjamin Lauth ausgelost.

FC Bayern II gegen Meister der Regionalliga Nord

Für den FC Bayern II geht es in dieser Saison entweder gegen den VfL Wolfsburg II oder den VfB Lübeck (kam am Freitag "nur" zu einem 1:1 gegen Flensburg), die beide noch um den Meistertitel im Norden kämpfen. Das Hinspiel findet am 22. Mai statt, am 26. Mai empfangen die Bayern ihren Gegner dann im Rückspiel.

Um für (angebliche) Fairness zu sorgen, steigen in der kommenden Saison schließlich die Meister der Regionalliga Bayern und Nord direkt auf. Der Meister der Regionalliga Südwest bleibt als fester Aufsteiger bestehen. In der Spielzeit 2019/20 spielen also die Meister der Regionalliga Nordost und West in der Relegation.

Danach ist die Übergangsphase des DFB beendet – in dieser Zeit soll eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von DFB-Vizepräsident Peter Frymuth einen Vorschlag entwickelt haben, die bisherigen fünf Regionalliga zu insgesamt vier zusammenzufassen. In der Folge würde es jede Saison eine faire Lösung mit vier festen Aufsteigern geben.

FC Bayern investiert in den Nachwuchs

Mit dem Meistertitel zahlt sich für die Bayern die geförderte Nachwuchsarbeit aus. Die Münchner investierten in den letzten Jahren Millionen in ihre neues Nachwuchsleistungszentrum - den FC Bayern Campus -, das im Sommer 2017 eröffnet wurde. Jetzt soll mit dem Aufstieg in die Dritte Liga die Krönung für die "kleinen" Bayern her.

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