So bezahlen Sie nicht zu viel Alarm: Preismanipulation im Internet

Der Klassiker beim Dynamic Pricing: iPhone-User zahlen mehr als Android-Nutzer Foto: Pixabay/HutchRock

Preisänderungen im Minutentakt: Immer mehr Händler setzen auf das sogenannte Dynamic Pricing. Wer nicht genau hinschaut, zahlt deutlich mehr als andere. Wer Geld sparen will, sollte beim Onlineshopping folgende Tipps beherzigen.

Verbraucherschützer schlagen Alarm, die Preise im Internet geraten außer Kontrolle. Wer nicht genau hinschaut, zahlt deutlich mehr als andere. Die Experten für Online-Datenschutz von eBlocker geben Ihnen wertvolle Tipps.

Wer im Supermarkt eine Packung Butter kauft, zahlt an der Kasse das Gleiche wie sein Vordermann. Im Internet gelten inzwischen andere Gesetze. Denn immer mehr Händler setzen auf eine neue Methode, das sogenannte Dynamic Pricing. Dahinter steckt ein komplizierter Algorithmus: Welchen Preis Sie letztlich für ein Produkt bezahlen, hängt von Faktoren wie Uhrzeit, Kaufverhalten und eingesetztem Gerät ab. Die Unterschiede auf der Rechnung sind gewaltig.

Preisänderungen im Minutentakt

Bei Flügen, Mietwagen und Hotels hat sich die Kundschaft bereits daran gewöhnt, dass der Sitz- oder Zimmernachbar höchstwahrscheinlich einen anderen Preis bezahlt hat. In die gleiche Richtung entwickelt sich derzeit der Internethandel. So ist beispielsweise Elektronik im Frühjahr und Sommer weitaus weniger gefragt als im Herbst oder Winter. Also versuchen die Händler, die Nachfrage durch niedrige Preise anzukurbeln. Das klingt bekannt, schließlich gibt es ähnliche Preisanpassungen im Einzelhandel seit Jahr und Tag. Neu dagegen ist, dass die Preise im Internet inzwischen nahezu im Minutentakt schwanken.

Morgens günstig, nachmittags teuer

So kann ein bestimmter Fernseher in den Morgenstunden einige Hundert Euro günstiger als am Nachmittag sein, wenn viele Menschen auf Shoppingtour gehen. Das Prinzip ähnelt dem von Tankstellen - wo morgens und nachts besonders zugelangt wird, weil zu diesen Zeiten entweder die Nachfrage sehr hoch oder das Angebot gering ist. Natürlich macht auch Marktführer Amazon mit: Der Online-Gigant nimmt jeden Tag 2,5 bis 3 Millionen Preiskorrekturen vor, schätzen Experten. Wie genau die Preisfindung funktioniert, ist ein gut gehütetes Geheimnis. Offenbar kommt es nicht nur auf Tageszeit und Nachfrage an, sondern auch aufs eingesetzte Gerät. So bekommen beispielsweise iPad- oder iPhone-Nutzer höhere Preise zu Gesicht als PC-Nutzer.

Höhere Preise bei Smartphone und Tablet

Recherchen des TV-Magazins "SWR Marktcheck" beispielsweise deckten auf, dass eine Waschmaschine am PC immerhin 10 Euro billiger war als dasselbe Modell zur gleichen Zeit am iPad. Eine Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW kam zu ähnlichen Ergebnissen: Oft waren die Artikel im mobilen Warenkorb deutlich teurer als am PC. Dazu kommt: Auf einigen mobilen Seiten tauchten spezielle Sonderangebote erst gar nicht auf.

Tipps: So bezahlen Sie nicht zu viel

Verboten sind solche Preisanpassungen nicht. Wer Geld sparen will, muss beim Onlineshopping künftig also noch mehr aufpassen und folgende Tipps beherzigen.

Tipp 1: Preise am PC überprüfen

Wenn Sie auch per Smartphone, Tablet oder Mac im Web einkaufen, sollten Sie den Preis noch einmal am PC überprüfen. Der Grund: Einige Händler halten etwa iPhone oder Mac-Besitzer für kaufkräftiger - dementsprechend verlangen sie einen höheren Preis.

Tipp 2: Verschiedene Browser nutzen

Viele Onlineshops nutzen Cookies, um das Kaufverhalten zu untersuchen. Dadurch sehen sie etwa, welche Produkte den Surfer besonders interessieren - und erhöhen die Preise. Am besten überprüfen Sie die Preise an einem frisch installierten Zweitbrowser - oder an einem "bereinigten" Browser. Denn in diesem Fall sind dann andere oder gar keine Cookies am Werk.

Tipp 3: Nicht anmelden

Wer sich schon beim Stöbern in einem Onlineshop mit seinen Kontodaten anmeldet, lässt sozusagen vor dem Shopbetreiber die Hosen herunter. Denn hat er hier schon des Öfteren eingekauft, kennt der Händler die Vorlieben des Kunden. Er weiß dann etwa, dass der Kunde gerne zu teuren Produkten greift und kann diese mit verschiedenen Tricks in den Vordergrund rücken. Daher besser so spät wie möglich im Shop anmelden, idealerweise erst an der Kasse.

Tipp 4: Von verschiedenen Seiten kommen

Kaum zu glauben: Die Preise in einem Shop hängen zum Teil davon ab, von welcher Internetseite der Besucher kommt. So zeigen Shops mitunter niedrigere Preise an, wenn Surfer über Preissuchmaschinen auf eine Produktseite gelangen, als wenn sie direkt zur Händlerseite navigieren.

Tipp 5: IP-Adresse ändern

Wer sich ins Internet einwählt, bekommt von seinem Internetanbieter eine Art Web-Hausnummer (IP-Adresse) zugeteilt, die Hinweise auf den Wohnort enthält. Einige Shopbetreiber schließen aus dieser Information auf die Finanzkraft des Käufers. Wer aus einer wohlhabenden Gegend kommt, sieht also womöglich einen höheren Preis. Derartige Manipulationen fliegen beim Einsatz eines sogenannten VPN-Dienstes oder der Nutzung des Tor-Netzwerks auf.

Die einfache Alternative: Der eBlocker

Ganz schön kompliziert also, sich vor Preismanipulation zu schützen. Wer es leichter haben will, setzt auf eines der eBlocker-Modelle. Die kleine Box wird einfach per Kabel an den Router angedockt und ist in wenigen Minuten einsatzbereit. Fortan verschleiert sie auf Wunsch die IP-Adresse, blockt verräterische Cookies und tarnt die Identität des verwendeten Geräts. All das steigert beim Onlineshopping die Preistransparenz enorm. Darüber hinaus schützt der eBlocker alle Geräte, die sich im Heimnetz befinden, zuverlässig vor Werbe- und anderen Schnüffeldiensten und sorgt so für effektiven Schutz der Privatsphäre.

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