"So begann die Bankenkrise 2008" Varoufakis fordert Ende des Stinkefinger-Streits

Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis glaubt, dass mit dem Wirbel um sein "Stinkefinger-Video" die "stolze Nationen gegeneinander aufgebracht" werden sollen. Foto: dpa/az

Gianis Varoufakis hat genug. Der griechische Finanzminister wünscht, dass der Streit um sein "Stinkefinger-Video" ad acta gelegt wird. Auf den jeweils anderen mit dem Finger zu zeigen, diene nur den Feinden Europas.

 

Athen - Griechenlands Finanzminister Gianis Varoufakis hat zu einem Ende des Streits um das "Stinkefinger-Video" aufgerufen. "Jeder vernünftige Mensch kann sehen, wie ein bestimmtes Video Teil von etwas geworden ist, das über eine Geste hinausgeht", schrieb der Politiker am Freitag in seinem Blog. "Es hat einen Wirbel ausgelöst, der die Art und Weise widerspiegelt, wie die Bankenkrise des Jahres 2008 begann, die schlecht konzipierte europäische Währungsunion zu untergraben und stolze Nationen gegeneinander aufzubringen."

Aufnahmen aus dem Jahr 2013, auf denen Varoufakis Deutschland den Mittelfinger ausstreckt, hatten zuletzt in deutschen Medien Wirbel ausgelöst. Unter anderem hatte der Satiriker Jan Böhmermann sich als Fälscher des Stinkefinger-Videos ausgegeben und damit viele verwirrt. Seine Aktion war als Kritik an der Medienberichterstattung gedacht.

Die Ansichten von Varoufakis sind in einem Artikel lesen, in dem der Politiker sich Gedanken über die Finanzkrise und die gemeinsame Zukunft der Deutschen und der Griechen macht. "Wir müssen in erster Linie in die Richtung der Beendigung dieses giftigen "Schwarzer-Peter-Spiels" arbeiten", schrieb er. Auf den jeweils anderen mit dem Finger zu zeigen, "dient nur den Feinden Europas".

 

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