Ski-Weltcup Olympiapark rüstet auf: Mehr Schneekanonen

Die Stars beim Weltcup am 1. Januar auf dem Münchner Olympiaberg: Felix Neureuther (l.) und Maria Höfl-Riesch. Foto: dpa

Der Olympiapark rüstet sich für den Ski-Weltcup: Den Parallelslalom am Neujahrstag sollen diesmal doppelt so viele Schneekanonen sichern.

München - Es riecht nach Fisch im Olympiapark. Räumfahrzeuge putzen den See, von dem nur noch ein paar Pfützen übrig sind, in denen ratlose Möwen rumstehen. Die älteren unter ihnen wissen: Jetzt kommt wieder dieser Weltcup!

Stimmt: Am 1.Januar um 17.45 Uhr gehen am Olympiaberg die 32 weltbesten Skifahrerinnen und Skifahrer an den Start des Parallelslaloms - wenn Petrus mitspielt.

Im Vorjahr tat er das nicht: Um eine weltcuptaugliche Rennpiste basteln zu können, war es im Dezember 2011 nicht kalt genug. Erst bei minus drei oder vier Grad wird aus Wasser Kunstschnee. Heuer sieht die Wettervorhersage besser aus.

Traum vom "kitschig schönem leichten Schneefall"

Organisationschef Frank Seipp sagt: "Am Mittwoch haben wir die Beschneiungstechnik fertig, am Wochenende können wir laut Wetterbericht mit dem Beschneien anfangen."

Um möglichst wieder so ein "Wintermärchen" (Olympiapark-Chef Ralph Huber) wie vor zwei Jahren zu erleben, mit 25.000 begeisterten Zuschauern und "kitschig schönem leichten Schneefall bei der Siegerehrung" (Huber) hat man aufgerüstet: Statt vier stehen acht Schneekanonen zur Verfügung.

"Bei idealen Bedingungen, also trockener Kälte mit geringer Luftfeuchtigkeit, könnten wir in 40 Stunden ausreichend Schnee für eine Rennpiste produzieren", sagt Seipp. Die Piste ist heuer 230 Meter lang - rund 20 Meter länger als zuletzt.

Seipp: "Durch zwei zusätzliche Tore bekommen wir Laufzeiten von über 20 Sekunden. Und die Zuschauer sind noch näher an den Rennläufern dran, weil der Auslauf diesmal weiter in den See hinein reicht."

Neureuther und Höfl-Riesch fix dabei

Die nächste gute Nachricht freut die Athleten: Heuer zählen die Münchner Punkte nicht nur für den Gesamt-Weltcup, sondern auch für die Slalomwertung.

Qualifiziert sind die zwölf Besten der WCSL-Slalom-Wertung, einer Art Jahresrangliste, sowie die vier Besten der WCSL-Gesamtwertung. Für den Deutschen Skiverband sind fix dabei: Felix Neureuther, Fritz Dopfer und Maria Höfl-Riesch. Hinzu kommen womöglich Lena Dürr aus Germering und Christina Geiger.

Mit Blick auf eine mögliche Olympia-Bewerbung für 2022 kooperiert das Organisationsteam mit dem von Garmisch-Partenkirchen. Tickets gibt’s ab 19 Euro; ein Kombi-Ticket (Parallelslalom in München plus einer der Weltcups in Garmisch am 23./24.Februar und 3./4.März) kostet 31 Euro.

 

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