Ski-Star vor Comeback Lindsey Vonn: Schwerer verletzt als bislang bekannt

Ein langer Weg zurück in den Weltcup-Skizirkus: Lindsey Vonn. Foto: instagram.com, facebook.com/Lindsey Vonn

Am Wochenende feiert sie endlich ihr Saisondebüt, im Novmeber hatte sie einen Bruch des rechten Oberarms erlitten: Jetzt berichtet Ski-Staar Lindsey Vonn von schwerwiegenden Komplikationen.

 

Zagreb - US-Skistar Lindsey Vonn hat bei ihrer Comebackankündigung auch von bislang unbekannten, ernsthaften Nervenverletzungen an ihrem lädierten Arm berichtet.

"Als ich nach der OP aufgewacht bin, hat mein kompletter Arm nicht funktioniert", schrieb Vonn in der Nacht zum Donnerstag auf ihrer Facebook-Seite.

"Noch heute habe ich Probleme mit einfachen Sachen wie meinen Skihandschuh anzuziehen oder mir die Haare zu machen, aber ich bin an einem Punkt, an dem ich mit meiner Hand in den meisten Situationen zurechtkomme."

Fünfeinhalb Minuten lang dokumentiert die 32-Jährige die Probleme mit ihrem rechten Arm. Wie sie die Hand gar nicht heben kann. Wie sie langsam Fortschritte macht und die Finger spreizt. Wie sie nur mit größter Konzentration Becher gefüllt mit Wasser bewegt. "Dieses Video ist sehr persönlich", schreibt Vonn.

Sie habe sich dazu entschlossen, auch über diese Schwierigkeiten zu berichten, um Menschen mit ähnlichen Verletzungen Hoffnung zu geben. Vorbild ist Vonn zweifelsohne durch ihren starken Willen. Kreuzbandrisse, gebrochene Knochen, Depressionen - nichts hat die Ex-Freundin von Golfer Tiger Woods je zum Aufgeben gebracht.

Unerbittlich zu sich selbst verfolgt sie ihren Traum, nach Gold und Bronze vor sieben Jahren ein weiteres Mal bei Olympia zu triumphieren. Auf Sotschi 2014 musste sie ebenfalls verletzt verzichten - 2018 in Südkorea soll es endlich so weit sein.

Auf dem Weg dorthin will sie auch den Siegerekord von Ingemark Stenmark brechen. Der Schwede gewann in seiner Karriere 86 Weltcup-Rennen, Vonn steht als beste Frau derzeit bei 76. Maria Höfl-Riesch, seit dem Wochenende auch Tina Maze - die langjährigen Rivalinnen der viermaligen Gesamtweltcupsiegerin sind inzwischen im Ruhestand.

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Nicht so Vonn. "Es waren drei harte Monate, in denen ich über 300 Stunden in der Reha gearbeitet habe - aber jetzt zu wissen, dass ich in der Lage bin, wieder schnell zu sein und am Wettkampf teilzunehmen, war all die harte Arbeit wert", sagte sie.

Nach der Abfahrt in Österreich am Samstag hat Vonn theoretisch noch zwei Speedrennen in Garmisch-Partenkirchen und zwei weitere in Cortina d'Ampezzo, um sich für die Titelkämpfe in der Schweiz in Form zu bringen. Dort gibt es im Super-G der Damen am 7. Februar die ersten Medaillen.

Vor ihrem Comeback in Altenmarkt-Zauchensee musste sich Vonn aber erstmal gedulden. Das erste Training am Donnerstag wurde wegen der Witterungsbedingungen abgesagt.

 

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