Ski-Damen ohne Erfolg Schwieriger Auftakt ins Jahr eins nach Höfl-Riesch

Viktoria Rebensburg fuhr in Aspen als beste Deutsche auf den siebten Rang. Foto: dpa

Nach bislang vier Saisonrennen warten die deutschen Ski-Rennläuferinnen immer noch auf die erhoffte Topplatzierung. Bei den Männern läuft es besser.

 

Aspen/Lake Louise Maria Höfl-Riesch ist immer noch allgegenwärtig. "Es scheint, als ob die 'alten' Mädels im Slalom in dieser Saison zurückschlagen würden", schrieb die Olympiasiegerin nach dem Rennen von Aspen bei Twitter. Die Botschaft ging an Siegerin Nicole Hosp, aber auch an Tina Maze, die zuletzt in Levi triumphiert hatte.

Die deutschen Ski-Rennläuferinnen sind von solchen Erfolgen noch weit entfernt. Als Viktoria Rebensburg und Co. am späten Sonntagabend (MEZ) in Aspen/US-Bundesstaat Colorado ihre Sachen packten, um nach Lake Louise in Kanada zu fliegen, fehlte erneut eine Topplatzierung im Gepäck.

Dass es im Jahr eins nach Höfl-Riesch für die Frauen des Deutschen Skiverbandes (DSV) nicht einfach werden würde, war allen schon vor dem WM-Winter klar gewesen. Doch einen derartigen Rückstand zur Weltspitze hatte keiner so recht erwartet - zumal gerade Hoffnungsträgerin Rebensburg im Riesenslalom ganz nach vorne fahren wollte.

Die Realität sah bislang anders aus: Ein solider sechster Platz zum Weltcup-Auftakt in Sölden in ihrer Paradedisziplin, dazu noch ihr siebter Rang am Wochenende in Aspen - das war's aber auch schon mit der DSV-Herrlichkeit.

Im Riesenslalom enttäuschten Veronique Hronek (Unterwössen), Simona Hösl (Berchtesgaden) und Lena Dürr (Germering). Im Slalom ist die Lücke noch größer. Ein 18. Platz von Christina Geiger (Oberstdorf) mit 2,99 Sekunden Rückstand auf die Österreicherin Hosp und Rang 20 für Dürr (3,26 zurück) war am späten Sonntagabend in Aspen die magere Ausbeute gewesen. In Levi hatte es gar das schlechteste Ergebnis seit 14 Jahren gegeben (Platz 24. für Barbara Wirth/Lenggries).

Kein Wunder, dass sich die Begeisterung bei den Trainern, aber auch bei Alpin-Direktor Wolfgang Maier derzeit in Grenzen hält. "Wir wissen, was noch zu tun ist. Aber vielleicht ist das gar nicht so schlecht", sagte Maier mit Blick auf die vielen Defizite, wollte aber auch nicht zu kritisch sein: "Die Saison hat eben erst begonnen." Doch auch am kommenden Wochenende ist bei zwei Abfahrten und einem Super-G in Lake Louise kaum Besserung in Sicht.

Dafür ist bei den DSV-Männern in Beaver Creek/USA (5. bis 7. Dezember) vor allem im Riesenslalom am Sonntag durch Fritz Dopfer (Garmisch), Felix Neureuther (Partenkirchen) oder Stefan Luiz (Bolsterlang) wieder ein Spitzenplatz zu erwarten.

Aber auch in den Speed-Disziplinen Abfahrt und Super-G scheint die Kurve nach einigen trostlosen Jahren leicht nach oben zu gehen. Josef Ferstl (Hammer) hatte mit Rang 14 bei der Abfahrt in Lake Louise bereits für einen Lichtblick gesorgt.

"Wenn wir fehlerfrei fahren, sind wir mit dem ganzen Team in der Lage, in die Punkte zu kommen. Wenn wir gut fahren, können wir noch weiter vorne reinfahren", sagte Männer-Chefcoach Mathias Bertold vor dem Flug in die USA.

 

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