Ski Alpin Zäh war's: Höfl-Riesch fährt auf Platz vier

Am Ende kam Maria Höfl-Riesch beim Slalom in Flachau auf Rang vier. Foto: dpa

Die deutsche Doppel-Olympaisiegerin Maria Höfl-Riesch verpasst beim Slalom  das Podest nur ganz knapp.  "Ich bin zufrieden, auch wenn es kein Podium ist."

 

Flachau - Maria Höfl-Riesch warf den Kopf in den Nacken, als wolle sie damit ausdrücken: Mist aber auch.

Beim Nacht-Slalom im österreichischen Flachau hatte die Doppel-Olympiasiegerin beste Chancen, zum dritten Mal innerhalb von nur vier Tagen auf dem Siegertreppchen zu stehen, doch als sie im zweiten Lauf ins Ziel kam, leuchtete nur die "3" auf. Höfl-Riesch wusste: Das reicht nicht, denn Mikaela Shiffrin stand noch oben.

Tatsächlich fuhr die Weltmeisterin aus den USA ohne Probleme zu Tal und feierte ihren vierten Saisonsieg. Höfl-Riesch fehlten auf Rang vier 0,26 Sekunden auf das Podium, sie nahm ihren "zähen" zweiten Durchgang, in dem sie bei Schneefall und leichtem Nebel vom zweiten Rang nach dem ersten Lauf zurückfiel, aber gelassen zur Kenntnis. "Ich bin zufrieden, auch wenn es kein Podium ist", sagte sie. In den vorangegangenen beiden Slalom-Rennen war sie nicht ins Ziel gekommen, "und da ist man dann doch nicht so sicher", erklärte die Olympiasiegerin im Torlauf von 2010. Das Rennen in Flachau dürfte das ändern.

Der vierte Rang brachte Höfl-Riesch immerhin 50 Punkte ein, ihre Führung im Gesamtweltcup vor der Österreicherin Anna Fenninger baute sie auf 72 Punkte aus. Die Platzierung ist zudem ein Hinweis, dass die Partenkirchnerin auch bei den Olympischen Spielen in Sotschi in dieser Disziplin eine Chance auf eine Medaille hat. A

ls Goldfavoritin hat jedoch Mikaela Shiffrin zu gelten, die klar vor den Schwedinnen Frida Hansdotter (0,83 Sekunden zurück) und Maria Pietilä-Holmner (1,14) gewann. Ohne Höfl-Riesch sähe es bei den deutschen Frauen derzeit in Abfahrt und Slalom düster aus. "Für das Team war das ein enttäuschender tag", stellte sie zu Recht fest.

Lediglich Veronika Staber (Samerberg-Törwang) erreichte auf dem Griessenkar mit der hohen Startnummer 49 mit einer beherzten Fahrt wenigstens noch den zweiten Lauf, dort sammelte sie als 24. immerhin ein paar Weltcuppunkte. Für die restlichen sechs deutschen Läuferinnen war das Rennen schon beendet, ehe das Finale gestartet wurde. Die schon für Olympia qualifizierten Christina Geiger (Oberstdorf) und Barbara Wirth (Lenggries) schieden im ersten Lauf aus. Lena Dürr (Germering) und Susanne Riesch (Partenkirchen) verpassten im vorletzten Slalom vor Sotschi das Finale und damit erneut die Chance, die Norm für die Spiele zu erfüllen. Maren Wiesler (Münstertal) als 47. und Susanne Weinbuchner (Lenggries) als 54. waren ebenfalls nicht im zweiten Lauf dabei.

 

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