Siege ohne Ende Nordische Ski-WM: Björgen holt 15. WM-Gold

, aktualisiert am 25.02.2017 - 14:55 Uhr
Rekord-Titelträgerin Marit Björgen bei ihrem Goldlauf. Foto: Imago/Bildbyran

Rekord-Titelträgerin Marit Björgen hat's noch immer nicht verlernt: Im Skiathlon-Wettbewerb der Nordischen Ski-WM in Lahti feiert die 36-Jährige ihren 15. Titel. Der Männer-Sieger heißt Sergej Ustjugow.

 

Lahti - Norwegens Ski-Königin Marit Björgen hat sich mit dem 15. Gold zur alleinigen Rekord-Weltmeisterin gekrönt.

Die 36-Jährige gewann am Samstag bei den Titelkämpfen in Lahti den Skiathlon und ließ die 14-malige Titelträgerin Jelena Välbe aus Russland in der ewigen Bestenliste hinter sich. Björ

gen setzte sich in dem Langlauf- Wettbewerb über 15 Kilometer in 37:57,5 Minuten um 4,8 Sekunden vor der Finnin Krista Parmakoski durch. Dritte wurde Charlotte Kalla aus Schweden.

Beste Deutsche war Katharina Hennig auf dem elften Platz. Die 20 Jahre alte Oberwiesenthalerin erreichte mit einem Rückstand von 1:39,1 Minuten das Ziel. Victoria Carl als 15. und Sofie Krehl auf Rang 16 lieferten ebenfalls ein überzeugendes Rennen ab. Sandra Ringwald wurde 21.

Rauschendes Langlauf-Fest

"Wunder-Mama" Marit Björgen strahlte nach ihrem historischen 15. Gold mit Söhnchen Marius um die Wette, Debütantin Katharina Hennig war nach Platz elf völlig aus dem Häuschen - und 35.000 Finnen feierten ihre Silber-Krista: Der WM-Skiathlon von Lahti ist zum rauschenden Langlauf-Fest geworden.

"Es ist das pure Glück", sagte Norwegens Loipen-Queen Björgen und stemmte ihren Nachwuchs in die Luft. Einen Monat vor ihrem 37. Geburtstag siegte Björgen im ausverkauften Stadion mit 4,8 Sekunden Vorsprung auf Krista Parmakoski, die das Gastgeberland mit der ersten Medaille frühzeitig von einer Riesenlast befreite. Bronze ging an die Schwedin Charlotte Kalla, die gegen ihre alte Rivalin Björgen diesmal ohne jede Chance war.

"Das war ein Traum von mir, seit ich Marius im Dezember 2015 bekommen habe", sagte Björgen: "Es ist nicht leicht, Mutter und gleichzeitig Top-Athletin zu sein. Ich wohne hier nicht bei meiner Familie. Heute morgen habe ich ihnen geschrieben, dass ich sehr nervös bin. Dann kam ein Foto von Marius zurück mit der Botschaft, dass alles gut wird. Da sind mir die Tränen gekommen."

Lesen Sie hier: Deutscher Skeleton-Doppelsieg bei Heim-WM

Im Windschatten der größten nordischen Wintersportlerin der Geschichte stürmte derweil Hennig in ihrem ersten WM-Rennen überhaupt in die Weltklasse. "Wenn mir das vorher einer gesagt hätte, hätte ich das nicht geglaubt. Ich war schon froh, überhaupt dabei zu sein. Ich bin einfach nur glücklich", sagte die 20 Jahre alte Oberwiesenthalerin.

Bei traumhaftem Winterwetter lag Hennig nach den ersten 7,5 km im klassischen Stil noch auf Rang sieben. Nach weiteren 7,5 km im freien Stil fehlten der Sächsin, deren bestes Weltcup-Ergebnis ein 15. Platz ist, letztlich 17 Sekunden zu den Top 10. "Als ich auf der zweiten Runde gemerkt habe, dass etwas geht, habe ich nur gedacht: Kämpf jetzt!", sagte Hennig, die im Zielsprint noch die starken Finninen Anne Kyllönen und Laura Mononen abkochte.

Ustjugow bei den Männern vorne

Der russische Langläufer Sergej Ustjugow ist neuer Weltmeister im Skiathlon. Der 24 Jahre alte Sieger der Tour de Ski setzte sich bei den Titelkämpfen in Lahti vor Top-Favorit Martin Johnsrud Sundby und Finn Hagen Krogh (beide Norwegen) durch. Florian Notz (Römerstein) kam als bester Deutscher auf Platz 16.

 

0 Kommentare