Siebte Staffel vorgestellt Zombie-Apokalypse: Die AZ trifft die Walking-Dead-Stars

Die Darsteller aus "The Walking Dead" John McDermitt und Ausin Amelio bei der Vorstellung der siebten Staffel in München. Foto: Michael Tinnefeld

Zur Promotion für die siebte Staffel von "Walking Dead" erzählten die Hauptdarsteller Josh McDermitt und Austin Amelio, weshalb die Station in München für sie oberste Priorität hat und was am bei einer Zombie-Apokalypse am sinnvollsten zu tun ist.

 

München - Zombie-Alarm! Zwei der Hauptdarsteller aus der preisgekrönten Endzeit-Drama-Serie "The Walking Dead", Josh McDermitt (38, "Eugene") und Austin Amelio (28, "Dwight"), weilten an der Isar-Metropole, um die Werbetrommel für die siebte Staffel der Zombie-Serie (montags um 21 Uhr auf FOX) zu rühren.

Für die beiden US-Kultstars, die bereits eine kleine Welttournee hinter sich haben, hatte Deutschland "oberste Priorität", wie sie beteuerten. "Nicht nur, weil die Fans hierzulande so herrlich durchgeknallt sind, sondern vor allem, weil ihr das weltbeste Bier braut." Richtig genießen konnten sie ihr Bier im hiesigen Hofbräuhaus jedoch nicht.

"Mehr als nur ein Horrorfilm"

Zu groß der Fan-Ansturm, solch eine Aufmerksamkeit erfuhren in der Vergangenheit weder Arnold Schwarzenegger noch Tom Cruise in selbiger Tränke. Was wohl weniger über das Horror-Publikum des Wirtshauses aussagt, sondern vielmehr darüber, dass Fernsehen mittlerweile das neue Kino ist. Die seit sieben Jahren laufende und mit unzähligen Preisen dekorierte Kult-Serie, genießt eine Popularität, die ihresgleichen sucht.

"Weil es mehr ist, als einfach nur ein Horrorfilm. Es geht um Menschlichkeit und große Gefühle. In einer Zeit, in der wir täglich mit Horror-Nachrichten aus der ganzen Welt konfrontiert werden, sind die Zuschauer bereit, unserem Szenario zu folgen und sich zu fragen, was sie alles tun würden, um der Apokalypse zu entkommen." Für Josh McDermitt und Austin Amelio weit mehr als nur ein normales Schauspiel-Engagement.

Durchgeknallt? Spätestens nach dem Dreh

"Ein lebensveränderter Job, der alles auf den Kopf stellt, was du sonst so als Schauspieler gewöhnt bist. Man braucht ganz viel Leidenschaft, es ist emotional aufwühlend, körperlich fordernd und die 15-stündigen Drehtage in der Hitze Georgias bringen dich an deine physischen Belastbarkeitsgrenzen. Und wenn man nicht vorher schon etwas durchgeknallt war, dann ist man es spätestens nach den Dreharbeiten."

Weswegen die beiden Zombie-Jäger sich hin und wieder schwertun, ihre Rollencharaktere nach Drehschluss abzulegen. "Allein schon, weil wir oft blutverschmiert in den Feierabend gehen und uns Zuhause erst abschrubben." Schlafen können beide mittlerweile gut, wie sie beteuern, auch wenn das nicht immer so war. "Am Anfang hatten wir beide Alpträume nachts. Ist ja normal, wenn du dir tagsüber blutige Gemetzel mit Zombies lieferst und Gewalt ansonsten nie Teil deines Lebens war. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran."

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(Fast) nur Fleischfresser am Set

Von Vegetarismus wird am Set von "The Walking Dead" trotz der omnipräsenten Fleischfresser-Thematik nicht viel gehalten. "Wir haben einen einzigen Vegetarier im Team, ansonsten sind wir allesamt Fleischfresser. Da die Dreharbeiten körperlich so anstrengend sind, braucht man einfach viel Protein. Ohne Fleisch würde man da schlapp machen."

Dabei wäre eine vegetarische Welt eigentlich Zombie-technisch viel sicherer, wie die beiden meinen, "weil sich die Biester dann nur auf unsere Pflanzenwelt stürzen würden. Vielleicht eine gute Anregung für die nächste Staffel." Dann gäbe es aber auch weniger Trauerfeiern.

Bier stehen lassen - und rennen!

Das Serien-Cast pflegt nämlich eine besonders rührselige Tradition, sich von ihren Serien-Leichen zu verabschieden. "Jeder, der gefressen oder getötet wird und somit aus der Serie ausscheidet, bekommt ein Abschieds-Dinner, das jedes Mal von einem anderen Crew-Mitglied ausgerichtet wird. Das ist ähnlich wie bei einem familiären Leichenschmaus. Jeder sagt etwas Nettes über den scheidenden Kollegen, es wird viel getrunken und es fließen viele Tränen. Walking Dead ist eben mehr als nur ein Film für uns, das ist wie Familie."

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Das spürt man, wenn man die beiden erlebt und das scheint wohl Teil ihres Erfolgsrezepts zu sein. Der kreischende Ansturm beim Münchner Fan-Screening im Cinemaxx gibt ihnen Recht. "Ein liebenswert durchgeknalltes Publikum diese Münchner. Aber wenn die Zombies euch eines Tages heimsuchen sollten, habt ihr mit euren Waffengesetzen hierzulande trotzdem keine Chance. Dann müsst ihr euer Bier stehen lassen und einfach rennen!"

 

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