Sieben Tote, viele Verletzte Schwarzes Wochenende auf Bayerns Straßen

Mehrere Unfälle kosteten in Bayern zahlreiche Menschenleben. Foto: dpa

Es war - wieder einmal - ein schwarzes Wochenende auf Bayerns Straßen. Allein bei zwei schweren Unfällen im Unterallgäu und in der Oberpfalz starben sechs Menschen.

 

Markt Rettenbach/Amberg - Schwarzes Wochenende auf Bayerns Straßen: Bei schweren Unfällen sind am Wochenende im Freistaat mehrere Menschen ums Leben gekommen. Der schlimmste Unfall ereignete sich im Unterallgäu: Dort starben am späten Samstagabend in Markt Rettenbach vier junge Männer, als ihr Auto mit Tempo 150 gegen einen Baum raste. Am Samstag wurden im oberpfälzischen Amberg zwei Senioren auf einem Fußweg von einem Auto erfasst und getötet. Der Unfallfahrer hatte wegen gesundheitlicher Probleme die Gewalt über sein Fahrzeug verloren.

An der Unfallstelle im Unterallgäu bot sich den Einsatzkräften ein fürchterliches Bild. Das mit fünf Insassen besetzte Auto war durch den Aufprall auf den Baum in zwei Teile zerrissen worden. Einen der 16 bis 18 Jahre alten Auto-Insassen habe man aus dem zerstörten Wrack herausschneiden müssen, die auf der Rückbank sitzenden Mitfahrer seien bei dem Aufprall aus dem Wagen geschleudert worden. "Das war brutal", sagte ein Polizeisprecher.

Die jungen Leute waren auf dem Weg zu einem Jugendtreff. Laut Polizei hatte der 18 Jahre alte Fahranfänger in einer Rechtskurve bei Tempo 150 die Gewalt über das Fahrzeug verloren. Der Fahrer und drei seiner Begleiter seien noch am Unfallort gestorben. Ein fünfter Insasse erlitt schwere Verletzungen und wurde in eine Klinik gebracht.

Zusammenbruch hinterm Steuer kostet zwei Menschenleben

Von einem außer Kontrolle geratenen Auto wurden in Amberg zwei Fußgänger getötet. Laut Polizei hatte ein 65 Jahre alter Mann am Samstag offenbar aus gesundheitlichen Gründen die Gewalt über seinen Wagen verloren. Er prallte in einem Kreisverkehr gegen ein Auto, das dadurch auf ein weiteres Fahrzeug geschoben wurde. Anschließend erfasste sein Wagen auf einem Rad- und Fußweg die 83-jährige Frau und den 81-jährigen Mann. Die beiden seien noch an der Unfallstelle gestorben, hieß es.

Zum Stehen kam das Auto des Mannes erst, als es ein angrenzendes Gebäude rammte. Der Fahrer, seine Beifahrerin und die zwei Insassen der anderen Autos wurden verletzt und in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. Der Schaden wurde auf rund 100.000 Euro geschätzt.

Bei einem Frontalzusammenstoß von zwei Autos auf einer Bundesstraße in Mittelfranken ist ein junger Beifahrer tödlich verletzt worden. Nach Polizeiangaben war das Auto des Unfallverursachers am frühen Sonntag in Lehrberg (Landkreis Ansbach) in einer Rechtskurve aus zunächst ungeklärter Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort stieß es mit einem Fahrzeug der US-Militärpolizei zusammen. Der 26 Jahre alte Beifahrer des Unfallfahrers starb noch am Unfallort. Der Fahrer und die beiden Polizisten, die in dem Militärfahrzeug saßen, wurden schwer verletzt. Alle drei wurden in Krankenhäuser gebracht.

 

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