Sicherungsverwahrung Mann tritt Mitpatienten im Wahn tot

Der schwer psychisch kranke Mann wurde in eine Psychiatrie eingewiesen. Foto: dpa

Im Winter 2013 hat ein Mann in Lohr am Main seinen Mitbewohner in einem Nervenkrankenhaus totgetreten - jetzt wurde seine Verlegung in eine psychiatrische Anstalt angewiesen.

 

Würzburg - Seine Wahnvorstellungen haben einen Mann in Unterfranken dazu getrieben, einen Mitbewohner in einer Psychiatrie totzutreten. Am Donnerstag hat das Landgericht Würzburg den 43-Jährigen deshalb in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen, wie ein Gerichtssprecher sagte. Der schwer kranke Mann hatte im Dezember 2013 in einem Nervenkrankenhaus in Lohr am Main (Landkreis Main-Spessart) den 53 Jahre alten Mann zu Tode getreten. Er war überzeugt, der Mitpatient habe ihn vergewaltigt und mit Aids angesteckt.

Der Mann war zur Tatzeit krankheitsbedingt schuldunfähig. Das Gericht verhandelte deshalb nicht wegen Mordes gegen den Mann. Stattdessen ging es in dem Sicherungsverfahren darum, ob der 43-Jährige weiter in einer Klinik untergebracht werden muss.

Das Urteil des Landgerichtes ist rechtskräftig. Alle Beteiligten haben dem Gerichtssprecher zufolge auf Rechtsmittel verzichtet.

 

0 Kommentare