Auch Polizei gibt Sicherheitstipps Das sind die Baderegeln der Wasserwacht München

Die Wasserwacht im Einsatz am Lerchenauer See. Foto: Wasserwacht

In der Badesaison 2018 sind die Retter der Wasserwacht etwa 1.000 Mal ausgerückt. Das sind ihre Sicherheitstipps. 

 

München - Der Tod im Wasser kann viele Gesichter haben: Selbstüberschätzung, Leichtsinn, Kreislaufprobleme, Alkohol - letztlich das Nichteinhalten der empfohlenen Baderegeln von Experten.

Häufig ertrinken Kleinkinder, die unbeaufsichtigt ohne Schwimmhilfen ins tiefere Wasser geraten. Die Wasserwacht appelliert daher: Immer die Kinder im Blick haben und nicht das Smartphone.

Die Grundregeln der Wasserwacht München

  • Immer die Wassertemperatur im Blick haben.
  • Nicht erhitzt ins Wasser steigen.
  • Nicht mit vollem Magen baden.
  • Es empfiehlt sich, nie im Bereich von Sprunganlagen zu tauchen oder zu schwimmen.
  • Am glitschigen Becken- oder Uferrand niemals rennen.
  • Wenn es einen friert: Sofort das Wasser verlassen!
  • Nach dem Baden immer abtrocknen.
  • Andere Menschen unter keinen Umständen ins Wasser stoßen.
  • Bei Sturm, Gischt oder Gewitter so schnell wie möglich aus dem Wasser steigen.
  • Nie unter Alkohol-, Medikamenten- oder Drogeneinfluss ins Wasser steigen.
  • Als Nichtschwimmer niemals aufblasbare Schwimmkörper als Schwimmhilfe verwenden.
  • Wasserpflanzen meiden und nicht in oder durch Biotope gehen.
  • Immer den Anweisungen der Wasserwacht folgen.
  • In Notfällen stets die Notfallnummer 112 wählen.
  • Den Wasserstand haben Sie stets im Blick unter www.hnd.bayern.de und unter www.isarrettung.d

Auch Münchner Polizei warnt vor Gefahren bei Hochwasser 

Am Donnerstag (6.Juni) warnte zudem die Münchner Polizei: "Der Wasserstand der Isar ist weiterhin unverändert hoch. Wir haben weiterhin zirka 90 cm über dem normalen Wasserstand, was das Baden und Schlauchbootfahren zu gefährlich macht."

Zum Vergleich: Der reguläre Wasserstand der Isar beträgt am Pegelmesspunkt München etwa 60 bis 80 Zentimeter Wasserhöhe. Der Stand laut Polizei vom Donnerstag: "Aktuell haben wir 168 Zentimeter Wasserstand, weswegen sich lebensgefährliche Wasserwalzen und Strömungen bilden."

So ähnlich soll es auch in den nächsten Tagen bleiben, so die Prognose der Münchner Polizei: "Der Wasserstand scheint sich bis zum Wochenende nicht wesentlich zu verringern."

Was die Beamten raten: "Wir warnen deswegen ausdrücklich vor dem Baden und Schlauchbootfahren auf und in der Isar und bitten die Eltern, auf ihre Kinder zu achten. Lasst die Kinder nicht in direkter Ufernähe spielen oder im Wasser baden. Die Gefahr, dass ein Kind ausrutscht und in die starke Strömung fällt ist zu hoch und lebensgefährlich."

 

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