Sex-Skandal Ergo packt aus: Alles über die Lustreisen

Jamaika 2011/2009/2010: Der Karibikstaat war wohl eines der beliebteste Ziel für Ergo-Lustreisende – gleich drei Mal ging's auf die Insel. 2009 und 2011 organisierte ein Frankfurter Manager Reisen in das Swingerhotel "Hedonism II". Für je 14.000 Euro checkten die Mitarbeiter für eine Woche in dem FKK-Hotel ein. 2010 besuchte eine Gruppe aus einer Hamburger HMI-Geschäftsstelle das gleiche Hotel, das laut Revisionsbericht "gemäß Internet-Recherche ein bekanntes Reiseziel für entsprechend interessierte Personen" ist. Der zuständige Ergo-Mitarbeiter soll nichts gewusst haben – er benutze das Internet nicht, heißt es. Foto: FTI

Wohin die Lustreisen gingen, was passierte: Vorstandschef Torsten Oletzky legt alle Vorfälle im Internet offen. Die AZ zeigt Ihnen eine Auswahl...

 

Frankfurt/Main - Erotik-Reisen als Belohnung für erfolgreiche Vertreter: Offenbar keine Seltenheit bei deutschen Versicherungen. Jetzt kam heraus: Nicht nur bei der Ergo-Versicherung, sondern auch beim Deutschen Herold gab’s Lustreisen in das Swinger-Hotel „Hedonism 2“ auf Jamaika. Während beim Herold-Versicherer die Vorfälle noch geprüft werden, greift Ergo-Chef Torsten Oletzky nun hart durch.

Kurzerhand änderte er das Anreizsystem für Mitarbeiter – Vertreterreisen sollen nur noch in Europa und mit Ehepartner angeboten werden (AZ berichtete). Zudem wurde der Topmanager Ludger Griese gekündigt. Der 48-Jährige war zuständig für die Vertriebsorganisation Ergo Pro, deren Vertreter im Mittelpunkt der Sexskandale stehen. Um wieder Vertrauen zu gewinnen, legt Oletzky auf der Ergo-Internetseite auch eine umfangreiche Liste der Lustreisen offen. Die AZ hat sich das näher angesehen.

 

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