Serientäter in München? Falscher Polizist zockt Seniorinnen im Altenheim ab

Derzeit gibt es vermehrt Trickbetrug-Fälle in Münchner Altenheimen. (Symbolbild) Foto: imago

Dreister Trickbetrug in einem Münchner Altenheim: Ein unbekannter Mann hat sich als Polizist ausgegeben und so mehrere Seniorinnen abgezockt.

 

Schwanthalerhöhe - Der Trickbetrug mit falschen Polizeibeamten ist mittlerweile bekannt, doch nun gibt es wohl eine neue und besonders dreiste Masche. Statt an den Wohnungstüren der Opfer zu klopfen oder sie anzurufen, scheinen die Betrüger nun auch Altenheime unsicher zu machen.

Verdächtiger erbeutet Bargeld und Schmuck

So geschehen am vergangenen frühen Mittwochabend, als ein Unbekannter in das Altenheim in der Gollierstraße ging und das Zimmer von vier pflegebedürftigen Frauen aufsuchte. Gegenüber den Damen (70, 82, 90 und 97) gab sich der Mann als Kriminalbeamter aus. Er forderte die Frauen auf, ihm Bargeld und Schmuck zu geben. Der Grund: Er wolle die Wertgegenstände sicher für sie verwahren.

Wie die Polizei berichtet, konnte der Mann einen geringen Bargeldbetrag sowie einige Schmuckstücke erbeuten. Das Kommissariat 65, zuständig für Trickdiebstahlsdelikte, führt die Ermittlungen.

Trickbetrug: Serientäter in München?

Derzeit ist nicht auszuschließen, dass es sich bei dem Verdächtigen um den Mann handelt, der sich am vergangenen Sonntag in einem Seniorenheim in Neuperlach als falscher Handwerker ausgegeben hatte. Zumindest die Täterbeschreibungen ähneln sich. So ist der Mann in beiden Fällen etwa 30 Jahre alt, zwischen 1,75 und 1,80 Meter groß, schlank und soll eine Glatze, bzw. Halbglatze haben. Zudem sprach der Trickbetrüger deutsch ohne Akzent oder Dialekt.

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

 

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