Seit Sonntag sitzt der Whistleblower in Moskau fest Snowdens Leben am Flughafen

Der Flughafen Moskau Scheremetjewo. Der Transitbereich ist modern und geräumig, es gibt viele Geschäfte und Restaurants. Foto: dpa

Der Spionage-Thriller um Snowden ist Stoff für einen Film. Den Teil mit dem Flughafen gibt's aber schon.

Moskau - Ein Mann hängt ohne gültigen Pass am Flughafen fest – die Story kommt Ihnen bekannt vor? Stimmt, sie wurde mit Tom Hanks verfilmt.

In „Terminal“ verkörpert er den aus dem fiktiven Land „Krakosien“ stammenden Viktor Navorski, der wegen eines kurzfristig daheim ausgebrochenen Bürgerkriegs plötzlich keine Staatsangehörigkeit mehr hat und es sich am Flughafen New York JFK gemütlich macht.

Der Film beruht auf der wahren Geschichte des Iraners Mehran Karimi Nasseri, der 18 Jahre lang am Flughafen Paris lebte.

Nicht ganz so lange, erst seit Sonntag, muss Edward Snowden jetzt im Transitbereich des Flughafens Scheremetjewo ausharren.

Doch auch hier kann man’s aushalten: Die modernen Terminals D, E und F verfügen über diverse amerikanische Imbisse, darunter Burger King, TGI Friday’s und Costa. Auch russische Küche gibt’s, zum Beispiel bei Shokoladnitsa, im Café Kroshka-Karthoshka oder bei Mama Rasha. Gegen Kopfweh hat die Apotheke von Doktor Stoletow die passenden Mittel.

Vermutlich eher nicht nutzen wird der Ex-Abhörspezialist Snowden das offene, kostenlose W-Lan, das es im ganzen Terminal gibt.

Im Transitbereich bietet sogar ein Psychologe seine Dienste an, gegen Flug- und sonstige Ängste.

 

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