Sein Champions-League-Moment Robben: "Es war wie ein Skript für einen Film"

Arjen Robben kam 2009 von Real Madrid zum FC Bayern. Foto: firo/Augenklick

Sein Vertrag läuft im Sommer aus, der FC Bayern hält Arjen Robben hin: In diesen unsicheren Zeiten hilft es dem Niederländer natürlich, wenn er sich an seinen wundervollesten Champions-League-Moment erinnert.    

 

München - Nach seinem Kurzauftritt in der Champions League beim 2:1 in Sevilla gibt Jupp Heynckes eine Einsatzgarantie für Arjen Robben fürs Bundesliga-Auswärtsspiel beim FC Augsburg und das Viertelfinal-Rückspiel: "Arjen wird noch unheimlich wichtig werden, genauso wie Franck Ribéry. Samstag bekommt er wieder mehr Spielpraxis und dann nächsten Mittwoch selbstverständlich zuhause."

Es ist nicht leicht für den Trainer des FC Bayern, in diesen Tagen mit Robben und der anderen FCB-Legende Franck Ribéry zu arbeiten. Beide hängen in Sachen Vertragsverlängerung in der Warteschleife.

Robben: Chelsea und Dortmund, Trauma und Traum

Angesichts der schwierigen Gegenwart und der komplizierten Zukunft wird es dem Niederlänger gefallen haben, als er sich in einem Interview mit dem englischen Fußballmagazin FourFourTwo mit seiner ruhmreichen Vergangenheit befassen durfte.

Drei Mal stand der 34-Jährige in einem Finale der Champions League: 2013 im deutschen Duell mit Borussia Dortmund durfte er sich als Matchwinner feiern lassen. "Es war wie ein Skript für einen Film oder ein Buch. Gegen Chelsea habe ich den entscheidenden Elfer verschossen, und zwölf Monate später habe ich das Siegtor erzielt", erinnert sich Robben. 

Im Finale dahoam 2012 gegen den FC Chelsea hatten Robben die Nerven versagt: Beim Stande von 1:1 verschoss er in der 95. Minute einen Strafstoß, im anschließenden Elfmeterschießen mussten sich die Münchener mit 3:4 geschlagen geben. Robben: "Es war ein riesiger Tiefpunkt für mich, und es war für alle sehr enttäuschend. Wir haben im eigenen Stadion gespielt und sind sogar in Führung gegangen..." 

Robben: "Du musst aufstehen und dich zurückkämpfen. Die Mannschaft sei allerdings gestärkt aus dieser Niederlage hervorgegangen: "Wir haben die Niederlage im folgenden Jahr schnell verarbeitet und in Wembley bewiesen, dass wir ein großes Team sind."  Mit Robben als Matchwinner beim 2:1-Sieg gegen den BVB.

"Wenn du einen solchen Rückschlag erleidest, musst du aufstehen und dich zurückkämpfen. Das habe ich gemacht", sagt Robben, erinnert sich aber auch: "Vor dem dritten Finale gegen Dortmund lastete unglaublich viel Druck auf mir. Zum einen hatte ich positive Gedanken und war mir sicher, dass wir in Wembley gewinnen. Auf der anderen Seite dachte ich aber auch: 'Ich kann einfach nicht in drei Champions-League-Finals stehen und alle verlieren'."

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