Schwimmbad in Bamberg Planschen und Paddeln: Ein Bad nur für Hunde

Nach dem Baden aus dem Becken wieder heraus zu kommen, das ist für Hunde kein leichtes Unterfangen. Foto: dpa

Rund 1000 Zamperl haben den 2. Hundebadetag in Bamberg genossen. Im entchlorten Wasser des Wellenbeckens durften sie einen ganzen Tag lang planschen, paddeln und spielen.

 

München - Gummiknochen statt Wasserball: Rund 1000 Hunde haben sich am Samstag im Wellenbad des Bamberger Stadionbades getummelt. Im entchlorten Wasser durften sie bis zum Abend nach Herzenslust planschen, paddeln und spielen. Auch auf den Liegewiesen ist den Tieren und ihren Besitzern einiges geboten worden.

Normalerweise haben die Tiere in dem großen Becken aus hygienischen Gründen nichts zu suchen. Beim Hundebadetag zum Abschluss der Badesaison haben Hunde gegen Zahlung des Kindertarifs jedoch Zutritt. Für Herrchen und Frauchen ist der Eintritt frei.

Die Stadtwerke hatten den Hundebadetag bereits zum zweiten Mal veranstaltet. Im vergangenen Jahr waren rund 600 Tiere gekommen. Mit den Erlösen unterstützen die Stadtwerke den Tierschutzverein Bamberg. „Wir hatten einen gigantischen Tag – das Wetter passte einfach“, sagte Stadtwerke-Sprecher Jan Giersberg am späten Nachmittag. „Die einen Hunde sind total mutig und springen rein, andere stehen am Wasser wie ein nicht-schwimmender Fünfjähriger.“

Dass das Wasser nur noch 15 Grad hat, lässt die Vierbeiner dagegen kalt. Schließlich haben Herrchen und Frauchen interessante Sachen im Gepäck gehabt: „Die Hundebesitzer sind angereist mit Taschen voller Spielzeug, als würden sie selbst ins Freibad gehen“, berichtete Giersberg.

Die aufblasbaren Wasserbälle, die die Stadtwerke in die Becken geworfen hatten, hielten dagegen nicht sehr lange: „Da beißt ein Hund mal kurz rein und dann ist die Luft raus.“

Da Hunde ungerne in Chlor baden und es ihrer Haut nicht gut tut, wurde das Wasser seit einer Woche entchlort. Die Umwälzanlagen wurden abgeschaltet, damit keine Haare in die Filteranlagen kamen.

Nach einer Stoßchlorung in der kommenden Woche werden die Becken dann nach der Winterpause im Frühsommer gründlich gereinigt. Wie Bäderchef Uwe Weier versichert, „bestehen damit weder technische noch gesundheitliche Bedenken für kommende Badegäste“.

 

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