Schwedens Fußballer des Jahres Forsberg nicht gewählt: Unmut in Leipzig

Emil Forsberg (links) und Andreas Granqvist im Trainer der schwedischen Nationalelf. Foto: imago/Bildbyran

Zlatan Ibrahimovic ist zum ersten Mal seit 2006 nicht zu Schwedens Fußballer des Jahres gewählt worden. Neuer Titelträger ist Andreas Granqvist vom russischen Klub Krasnodar. Bei RB Leipzig protestieren die Unterstützer von Emil Forsberg.

 

Leipzig - Die Nichtberücksichtigung von Leipzigs Bundesliga-Star Emil Forsberg bei der Wahl zu "Schwedens Fußballer des Jahres 2017" hat beim sächsischen Klub für Unmut gesorgt.

Leipzigs schwedischer Assistenz-Sportdirektor Per Nilsson twitterte nach der Auszeichnung des Nationalverteidigers Andreas Granqvist vom russischen Topklub FK Krasnodar: "Es mag parteiisch klingen, aber das ist mir egal ... Dass Emil Forsberg nicht den diesjährigen Goldball erhält, ist mir vollständig unerklärlich!!!"

Auch Forsbergs Ehefrau Shanga machte ihrem Unmut über die ihrer Meinung nach ungerechtfertigte Wahl Luft: "Emil Forsberg sammelte 22 Assists in der vergangenen Bundesliga-Saison, mehr als irgendein anderer Spieler in den fünf größten Ligen Europas", schrieb sie auf Instagram.

Vor Granqvist - er hatte in den Playoffs gegen Italien (1:0, 0:0) gemeinsam mit Forsberg Schwedens Ticket zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland gesichert - war Zlatan Ibrahimovic zehnmal in Serie zu "Schwedens Fußballer des Jahres" gekürt worden. Der Stürmer von Manchester United hatte jedoch im ablaufenden Jahr nach einer Kreuzband-OP insgesamt sieben Monate pausieren müssen.

Granqvist hatte nach dessen Rücktritt aus der Nationalmannschaft im Anschluss an die Europameisterschaft 2016 in Frankreich auch Ibrahimovics Nachfolge als Kapitän angetreten. Anlässlich der Ehrung in Stockholm erklärte Granqvist: "Ich will diese Auszeichnung mit meinen Kollegen aus dem Nationalteam teilen. Wir haben das alle zusammen geschafft."

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