Schwarz-gelbes Auswärtstrikot TSV 1860: Nicht alle Fans sind begeistert - Das neue Leiberl ist Geschmackssache

Aussehen, Farben, Kosten – übers neue Löwen-Jersey wird fleißig diskutiert und längst nicht alle Anhänger sind damit zufrieden. Foto: TSV 1860

Über das neue Trikot des TSV 1860 wird derzeit heiß debattiert. Kult-Stadionsprecher Stefan Schneider: "Kritikern kannst du es nie recht machen."

 

München - Eine tolle Hommage an die Landeshauptstadt und das Münchner Kindl? Oder doch zu nah an Borussia Dortmunds Vereinsfarben schwarz-gelb? Kaum ist des Löwen neues Leiberl auf dem Markt, ist für reichlich Diskussionsstoff gesorgt. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich trefflich streiten – und bei Sechzig sowieso!

"Ich finde diese Hommage an unsere großartige Stadt und die Assoziation mit dem Münchner Kindl sehr gut gelungen. Es ist schick, einfach großartig", sagt Kult-Stadionsprecher Stefan Schneider der AZ über das neue, schwarz-gelbe Auswärtstrikot des TSV 1860, das der 58-Jährige am Dienstag selbst vorstellen durfte: Wie Rekordstürmer Benny Lauth, Kult-Verteidiger Thomas Miller und Kabarettist Michael Altinger durfte Schneider das brandneue Jersey von Ausrüster Nike in einem Präsentations-Film auf dem Weg von Kooperationspartner "11teamsports" über bedeutende Orte der Stadt bis in den Fanshop der Sechzger in den Händen halten.

Tags darauf folgte die Enthüllung des türkisen Ausweichtrikots, die es seit Mittwoch auf Giesings Höhen und im Online-Fanshop zu erwerben gibt. Kostenpunkt: satte 79,95 Euro und damit fünf Euro teurer als Alt-Ausrüster Macron in der vergangenen Saison.

Neue Löwen-Trikots mit Liebe zum Detail

Sechzig wäre aber nicht Sechzig, wenn das Echo der Anhängerschaft des stolzen Traditionsvereins nicht kontrovers ausfallen würde. Intern hätten die Giesinger sehr viel Zuspruch erhalten. "Kritikern und Zweiflern kannst du es nie recht machen", sagt Schneider über die kritischen Kommentare der Mitglieder und Fans bezüglich Aussehen, Farben und Kosten im Internet und spricht anhand des Beispiels eines Autokaufs von einer gewissen Eingewöhnungszeit: "Wenn ein neues Auto auf dem Markt ist, kann es auch ein paar Monate dauern, bis es einem gefällt. Das Wichtigste ist: Wenn die Mannschaft mit den neuen Trikots einläuft und darin das erste Tor schießt, dann ist die Löwen-Welt in Ordnung!"

Jene Fans, die bereits im Vorfeld Stangenware fürchteten, können aufatmen: Die Leiberl bestechen unter anderem mit dem Spruch "Einmal Löwe, immer Löwe" auf dem Rücken, mit dem Meisterstern über dem Vereinswappen für den Titel 1966 und einem Löwen-Abdruck auf dem Ausweichtrikot mit Liebe zum Detail.

Ein Dauer-Problem des TSV bleibt allerdings: So manche Anhänger sehen von einem Kauf ab, um dem umstrittenen Investor Hasan Ismaik, der übers Internet fleißig für die neue Arbeitskleidung der Spieler wirbt, kein Geld in den Rachen zu werfen.

Wie die AZ aus Vereinskreisen erfuhr, planten die Sechzger - gerade im Jahr des 160. Jubiläums - ursprünglich eine große Trikotpräsentation, die Corona zum Opfer fiel. So wurden per Imagefilm die drei Leit-Themen über die Sozialen Medien verbreitet: 160 Jahre Sechzig, die Verbundenheit mit der Stadt und die Fan-Treue der Anhängerschaft, die sich durch die Geisterticket-Aktion "Macht das Sechzger voll" einmal mehr unter Beweis gestellt hat. Jetzt können sie ihre Vereinstreue durch einen Kauf der 1860-Kollektion zeigen.

Lesen Sie hier: TSV 1860 - Neuer Löwen-Ausrüster leistet sich mehrere Homepage-Patzer

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