Schwabinger Kunstpreis Drei Preisträger werden geehrt

Für ihre Verdienste im künstlerischen Bereich werden drei Schwabinger ausgezeichnet. (Symbolbild) Foto: Bernd Wackerbauer

Der Schwabinger Kunstpreis 2014 wird am Dienstag an den Musiker Roman Bunka, den Filmhistoriker Helmut Färber und die Illustratorin Cornelia von Seidlein verliehen.

 

Schwabing - Der Musiker Roman Bunka, der Filmhistoriker Helmut Färber und die Illustratorin Cornelia von Seidlein werden am Dienstag, 15. Juli, für ihre kulturellen und künstlerischen Leistungen für Schwabing im Sinne seiner Tradition mit den Schwabinger Kunstpreisen 2014 ausgezeichnet. Die Preise werden durch Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers übergeben.

Stifter der jährlich verliehenen und mit 5.000 Euro dotierten Kunstpreise sind die Stadtsparkasse München, Karl Eisenrieder – Café Münchner Freiheit, die Constantin Film AG und die Landeshauptstadt München. Aus den Jurybegründungen:

Roman Bunka ist Oud-Spieler, Gitarrist, Komponist und gilt als Pionier der „Weltmusik“-Szene. In den 70er Jahren gehörte er dem in München gegründeten Musiker-Kollektiv Embryo an, unternahm mit dieser Weltmusik- Band ausgedehnte Konzertreisen in andere Kontinente und nahm zahlreiche Alben auf. Auf der Suche nach einem zweiten Saiteninstrument entdeckte er die arabische Laute, die bundlose Mutter der Gitarre, die ,Oud’. Auch in der Welt der Filmmusik und Hörfunkproduktionen ist Roman Bunka zu Hause. Unter anderem spielt er die Musik zum Kinofilm „Bin ich schön?“ von Doris Dörrie ein und realisierte mit der Regisseurin Grace Yoon Hörspiele.“

Helmut Färber: „Ob Doris Dörrie, Wim Wenders, Bernd Eichinger, Sönke Wortmann oder Roland Emmerich, sie alle sind – wie viele weit weniger Berühmte – bei ihm in die Schule gegangen, haben den Inbegriff dessen, was filmisches Erzählen ausmacht, bei ihm studiert. Helmut Färber hat als Filmhistoriker, Autor und Journalist ganze Generationen junger Filmemacher in Deutschland und damit den europäischen Film maßgeblich und stilbildend beeinflusst. Helmut Färber ist unter den Deutschen Filmern längst legendär. Seine Bücher und Texte sind beispielhaft für seine Fähigkeit, gerade jene oft übergangenen Meisterwerke, die zeitlos sind, für den Betrachter neu zu entschlüsseln und in ihrem Wesen zu verstehen.“

Cornelia von Seidlein: „Die Grafikerin, Illustratorin und Zeichnerin Cornelia von Seidlein steht allein schon mit diesen drei Berufungen in einer großen Schwabinger Tradition vom Simplicissimus bis heute. Sie beherrscht die Kunst, mit wenigen Strichen eine Szene darzustellen, ebenso perfekt, wie sie es vermag, die Essenz einer Geschichte oder gar eines Buches meist durch stilistische Reduktion auf den Punkt zu bringen. Wäre Cornelia von Seidlein eine Köchin, so müsste man sagen: Sie versteht es, eine Sauce so einzukochen, dass ihre Aromen erst richtig zur vollen Entfaltung gelangen.“

 

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