Schule Verband kritisiert Bayerns Personalpolitik an Schulen

Eine Schülerin bei den Hausaufgaben: Bayerns Schulpolitik wird kritisiert. Foto: dpa

Der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, hat der bayerischen Staatsregierung eine verfehlte Personalpolitik an den Schulen vorgeworfen.

 

Passau -  Das Kultusministerium fahre bei den Lehrereinstellungen einen „totalen Zick-Zack-Kurs“, sagte Meidinger der „Passauer Neuen Presse“ (Samstagausgabe).

Noch vor fünf Jahren seien in Bayern für Deutsch und Englisch händeringend Lehrer gesucht und selbst deutlich unterdurchschnittlich qualifizierte Bewerber eingestellt worden. Derzeit bekämen selbst Höchstqualifizierte keine Stelle. „Das geht nicht“, betonte Meidinger.

Seinen Angaben zufolge gibt es inzwischen weit über 1.000 Junglehrer insbesondere in Sprachfächern, die trotz bester Noten keine Anstellung finden. Sie hätten in gutem Vertrauen auf den prognostizierten Lehrermangel studiert und stünden jetzt auf der Straße. „Wir könnten diese hoch motivierten Junglehrer an den Schulen gut gebrauchen, der Staat sollte deshalb über Bedarf einstellen“, forderte Meidinger.

Das Kultusministerium wies die Vorwürfe zurück. Ein Sprecher betonte: „Wir orientieren uns bei den Einstellungen an dem Bedarf der Schulen.“ Ein Deutschlehrer könne schlecht Mathematik unterrichten, fügte er hinzu. Immerhin sei es gelungen, zumindest die Jahrgangsbesten jener Fächer einzustellen, in denen kaum neue Lehrer benötigt würden.

 

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