Schüler planen München Vom Minihaus bis zum Wohnlabor

Eine Bank wie in Barcelona, Forschung gegen den Leerstand und Minihäuser: Münchner Schüler stellen ihre Modelle für eine moderne Stadtplanung vor.

 

Altstadt - Knapp 450 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus allen Schularten haben sich im Jahr 2013/14 am Münchner Schulwettbewerb zur Stadtentwicklung „mitdenken – mitreden – mitplanen“ beteiligt. Am Donnerstag, 24. Juli, verleihen Stadtschulrat Rainer Schweppe und Stadtdirektor Stephan Reiß-Schmidt vom Referat für Stadtplanung und Bauordnung die Preise Wettbewerbs.

Die Ausstellung mit den 18 Beiträgen ist von 25. Juli bis 25. September von Montag bis Freitag jeweils von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Die Vielfalt der Arbeiten ist groß: Eine Bank im Stil von Antoni Gaudí, platzsparende Minihäuser, ein künstlicher Wald für den Marienhof – auch in diesem Jahr gingen beim Münchner Schulwettbewerb zur Stadtentwicklung wieder unterschiedliche Beiträge ein.

In Texten, Bildern, Zeichnungen, Architekturmodellen, Theaterstücken und Filmen setzten die Schülerinnen und Schüler sich mit Stadtteilentwicklung, öffentlichem Raum, Wohnen und Bauen auseinander – Themenbereiche, die gerade in München aktueller denn je sind.

So haben Jugendliche aus Fürstenried eine Bank zum Verweilen entwickelt, die den Sitzgelegenheiten im berühmten Park Güell in Barcelona ähnlich ist. Die Jugendlichen wurden unterstützt von Auszubildenden der Münchner Bauinnung. Meisterschüler für das Bauhandwerk konstruierten Minihäuser, die temporär an verschiedenen Orten aufgestellt werden können und viel Platz auf wenig Raum ermöglichen. Eines davon wird auf der Messe „Bau 2015“ gezeigt.

Einen wilden dichten Wald mitten auf dem Marienhof zum Erholen vom Lärm der Innenstadt hat sich ein anderer Schüler ausgedacht. Jugendliche der Städtischen Fachschule für Drucktechnik und Papierverarbeitung haben eine begehbare Luftbildkarte erstellt, die dauerhaft im Servicezentrum der Lokalbaukommission Platz finden soll. Und schon jetzt steht fest, dass das Städtische St.-Anna-Gymnasium für sein Projekt „Wohnlabor“ auch einen Preis im bundesweiten Kultur-Wettbewerb „Kinder zum Olymp!“ erhält: Zwei Wochen lang haben 20 Schüler in einem leerstehenden Gebäude der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GWG in Sendling vor dessen Sanierung geforscht, experimentiert, geplant und gebaut.

Weitere Beiträge des diesjährigen Schulwettbewerbs drehen sich um Lebensstile, Heimat und Mobilität. Den Münchner Schulwettbewerb zur Stadtentwicklung gibt es seit 1998. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung und das Referat für Bildung und Sport loben ihn jedes Jahr gemeinsam aus. Ziel ist es, junge Menschen dazu zu animieren, sich mit der Stadt und ihren Entwicklungen auseinanderzusetzen – auch im Konsens mit anderen.

Was? Münchner Schulwettbewerb zur Stadtentwicklung

Wann? Donnerstag, 24. Juli, 17 Uhr

Wo? Foyer des PlanTreffs, Blumenstraße 31

 

0 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading