Galeria Kaufhof am Rotkreuzplatz Hausmeister eingeklemmt: Furchtbarer Tod in der Müllpresse

Tödlicher Unfall bei Galeria Kaufhof am Rotkreuzplatz: Ein Mann war in eine Müllpresse geraten, er starb noch am Unfallort. Foto: Thomas Gaulke

Am Dienstag ist es bei Galieria Kaufhof in Neuhausen zu einem schlimmen Unfall gekommen. Der Hausmeister geriet dabei in eine Papierpresse und wurde zerquetscht.

 

Neuhausen - Der 68-Jährige aus dem Landkreis Landsberg am Lech verdiente sich als Hausmeister bei "Galeria Kaufhof" am Rotkreuzplatz ein paar Euro zur Rente. Am Dienstagnachmittag arbeitete er im Ladehof an der Rampe. Papier und Karton hatten sich in der Hydraulik der Müllpresse verfangen. Die Maschine presst mit einem Druck von rund 200 Tonnen die Abfälle in einem Container zusammen.

Gegen 15.30 Uhr kam es laut Polizei in der Anlage zu einem Problem. "Der Mann wollte den Papierstau beseitigen", sagt Polizeisprecher Ersin Erol.

Ein gefährlicher Job, den man keinesfalls alleine erledigen sollte. In Firmen gilt üblicherweise die Vorschrift, dass man keinesfalls in die Presse steigen darf und das immer ein Kollege zur Sicherung anwesend sein muss, wenn Probleme zu beheben sind.
Für den Notfall verfügen die Hydraulikpressen üblicherweise einen rot markierten Druckknopf, der die Anlage sofort abschaltet.

Mann wird in Papierpresse eingeklemmt

Der Hausmeister war laut Polizei allerdings alleine, als er den Papierstau beseitigen wollte. Dabei geriet der Mann mit dem Oberkörper in die Presse, durch den plötzlich zurückfahrenden Schlitten wurde er eingeklemmt. Den Notfallknopf konnte der 68-Jährige nicht mehr betätigen.

Eine Putzkraft fand den 68-Jährigen wenig später und verständigte sofort den betriebsinternen Sanitäter sowie die Feuerwehr. Doch die Hilfe kam zu spät. "Bereits beim Eintreffen der Einsatzkräfte konnte der Notarzt nur noch den Tod des Verunglückten feststellen", so ein Sprecher der Feuerwehr.

Nach drei Stunden gelingt es, die Leiche aus der Maschine zu bergen

Um den 68-Jährigen zu befreien, mussten Teile der Maschine demontiert werden. Erst nach drei Stunden konnte mit Hilfe einer Seilwinde am Rüstwagen der Feuerwehr der Pressstempel nach vorne gezogen und der Tote schließlich befreit werden. Während der gesamten Bergungsarbeiten ging in dem Kaufhaus der Betrieb weiter. Kunden und Mitarbeiter bekamen von der Tragödie im Hinterhof nichts mit.

Ein Kriseninterventionsteam betreute die betroffenen Kollegen des Verunglückten, auch dessen Frau wird psychologisch betreut.

Wie es zu dem schrecklichen Unfall kommen konnte, ob möglicherweise Bestimmungen zur Sicherheit am Arbeitsplatz missachtet wurden, klärt die Polizei. Das Kommissariat K13, unter anderem zuständig für Betriebsunfälle, hat die Ermittlungen übernommen.

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