Schon jetzt viele Unfälle Reihenweise Suff-Fahrten! Polizei zieht E-Scooter-Fahrer aus dem Verkehr

Die Unfälle mit E-Scootern häufen sich in München. (Symbolbild) Foto: Roland Weihrauch/dpa

In 24 Stunden hat die Münchner Polizei 24 E-Scooter-Fahrer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss gezählt. Die Unfälle häufen sich.

 

München - Anlässlich neuer Unfälle warnt die Münchner Polizei davor, betrunken E-Scooter zu fahren. Alleine von Donnerstagmorgen bis Freitagmorgen hätten die Beamten in München 24 Personen erwischt, die unter Alkohol- oder Drogeneinfluss mit einem E-Tretroller fuhren. 

Die Unfälle mit den kleinen Flitzern häufen sich im Stadtgebiet. Einer der jüngsten Vorfälle, so die Polizei: Ausgerechnet in der Löwengrube (die Straße hinter dem Münchner Präsidium) fuhr ein 23-Jähriger aus dem Landkreis Starnberg mit dem E-Scooter gegen ein Polizeiauto. 

Die nüchterne Bilanz der Polizei an diesem Freitag: Seit Inkrafttreten der Verordnung am 15. Juni wurden im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München insgesamt 38 E-Scooter-Fahrer unter Alkoholeinfluss und sechs Fahrer unter Drogeneinfluss festgestellt.

Promillegrenze für E-Scooter wie beim Autofahren

Grundsätzlich gilt: Für E-Scooter gelten die gleichen Regeln wie beim Autofahren. Ab 0,5 Promille handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, ab 1,1 Promille ist es eine Straftat.

Die Polizei warnt: "Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass bereits ab 0,3 Promille das Unfallrisiko um den Faktor 2 steigt, bei 0,5 Promille ist diese viermal so hoch. Bei 1,1 Promille ist das Unfallrisiko ca. achtmal so hoch wie im nüchternen Zustand. Gerade durch die Instabilität der E-Scooter dürfte die Gefahr hier sogar noch höher liegen."

Und längst nicht überall sind die E-Scooter in der Stadt erwünscht. Auch wo sie parken dürfen (und wo nicht), ist streng geregelt.

Karte: Hier herrscht Fahrverbot für E-Scooter

Manche E-Scooter fahren schneller als erlaubt

Aber auch E-Tretroller, die nicht der Verordnung unterliegen, hätten die Beamten "immer wieder" festgestellt – zum Beispiel, weil für diese keine Betriebserlaubnis vorliege oder die Fahrzeuge schneller als 25 km/h fahren. "Vereinzelt werden auch elektrisch angetriebene Fahrzeuge, die schneller als 6 km/h fahren und keine Lenkstange haben, festgestellt."

In diesen Fällen würden die Ausnahmen zum Beispiel zu den Fahrererlaubnisregeln für Elektrokleinstfahrzeuge nicht greifen, so die Polizei. "Ohne entsprechende Fahrerlaubnis liegt eine Straftat vor. In bislang neun Fällen wurden Strafanzeigen gefertigt."

Derartige Fahrzeuge seien meist auch unerlaubt ohne Zulassung und Pflichtversicherung im Straßenverkehr unterwegs. Die Verantwortlichen müssten hier mit Ordnungswidrigkeiten- und Strafanzeigen rechnen. "In 25 Fällen wurden bislang Anzeigen gefertigt."

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