Schock für Trauernde Auftragsstopp! Münchner Beerdigungsinstitut überlastet

AZ-Lokalredakteurin Jasmin Menrad.
Einer der städtischen Friedhöfe in München: der Westfriedhof in Moosach. Foto: AZ-Archiv/Gregor Feindt

Die städtische Bestattung nimmt kurzzeitig keine Aufträge mehr an. Krankheitsfälle und eine überdurchschnittliche Anzahl an Sterbefällen sorgen für die Überlastung. 

 

So einige Münchner haben am Montag bei dem Schild am Palais Lerchenfeld, dem Sitz der städtischen Bestattung in der Damenstiftstraße, gestutzt, womöglich auch resigniert und verzweifelt reagiert.

Auf dem Zettel steht: "Sehr geehrte Besucher, auf Grund von Krankheiten und überdurchschnittlich vielen Sterbefällen sind wir heute leider nicht mehr in der Lage, weitere Bestattungsaufträge anzunehmen. Wir bitten um ihr Verständnis."

Bestattungsinstitut München: Ab Dienstag wieder normaler Betrieb

Was komisch klingt, weil Sterben sich ja oftmals nicht nach den Kapazitäten eines Institutes richtet, ist für die trauerenden Angehörigen, die würdig ihre Lieben bestatten wollen, ein Schock. Doch Alois Maderspacher vom Referat für Gesundheit und Umwelt kann Entwarnung geben: "Der Abholdienst hat auch am Montag reibungslos und normal funktioniert." Das heißt, Verstorbene wurden auch am Montag, als einige vom Personal krank waren, daheim abgeholt und ins Institut gebracht.

Allerdings wurden einige Beratungsgespräche auf den nächsten Tag verschoben. "Da geht es auch um Qualitätssicherung und dass unsere Mitarbeiter sich genug Zeit nehmen können", sagt Maderspacher.

Er rät den Münchnern, sich vorab telefonisch unter der Nummer 089/2319902 zu erkundigen, ob ein Beratungsgespräch sofort oder erst am nächsten Tag möglich ist. Denn derzeit liegen viele Mitarbeiter der Stadt mit Grippe oder Erkältung krank zu Hause.

Am Dienstag lief der Betrieb im städtischen Bestattungsinstitut schon wieder normal.

 

2 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading