Schneller durch den Berufsverkehr Busse sollen in München schneller vorankommen

In der Allacher Straße wird es eine neue Busspur geben. Foto: SWM/MVG

Das Busfahren in München soll attraktiver werden. Durch verschiedene Maßnahmen werden einige Linien bald schneller unterwegs sein.

 

München - Zusammen mit der Landeshauptstadt München arbeitet die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) daran, das Busnetz zu verbessern. Deshalb werden, gleichzeitig mit dem Fahrplanwechsel, am Sonntag, 15. Dezember, mehrere Buslinien weiter beschleunigt. 

Profitieren werden die StadtBus-Linien 160 (Karlsfeld - Waldfriedhof), 164 (Augustenfelder Straße - Westfriedhof) sowie 165 (Allach Bahnhof - Westfriedhof). Dafür stattet die Stadt 21 Ampeln mit einer Vorrangschaltung für Busse aus.

München: Busse gewinnen mehr als zehn Minuten Zeit

Die Buslinien 164 und 165 sind dann an Kreuzungen beschleunigt unterwegs. Das gilt auch für die Linie 160 im Münchner Stadtgebiet. Alle drei sollen so mehr als zehn Minuten Zeit gewinnen. 

Zum Beschleunigungsprogramm trägt laut Pressemitteilung der Stadtwerke München auch die neue 900 Meter lange Busspur bei. Diese befindet sich auf den Linien 164 und 165 in der Allacher Straße zwischen der Amboss- und Netzerstraße in Richtung Westfriedhof.

Schneller durch den Berufsverkehr 

Dadurch kommen die Busse im Schnitt 4,5 Minuten schneller, bei einzelnen Fahrten sogar sieben Minuten schneller. So kommen sie auch pünktlicher durch den Berufsverkehr, weil die Busse am Stau auf der Busspur vorbeifahren können. Auch der MetroBus 51 profitiert abschnittsweise von der neuen Busspur.

MVG-Chef Ingo Wortmann ist begeistert von dem Konzept: "Die Bus-Beschleunigung spart Zeit, Kosten – und Nerven. Der ÖPNV wird schneller, pünktlicher, wirtschaftlicher und damit noch attraktiver für noch mehr Fahrgäste. Gemeinsam mit der Stadt bringen wir so die Verkehrswende voran – und wir leisten einen weiteren Beitrag zur Luftreinhaltung in München." 

Weitere Beschleunigungen sind geplant 

Die Beschleunigung des öffentlichen Nahverkehrs ist dabei keine neue Idee: Pilotprojekt war 1994 die Tramlinie 20. Seit 2003 ist das ganze Straßenbahnnetz beschleunigt worden. Die MetroBus-Linien folgten. Nach der Umsetzung des diesjährigen Pakets sind über 70 Prozent aller von Linienbussen der MVG befahrenen Ampelanlagen umgerüstet.

Für das kommende Jahr ist die Beschleunigung des Linienbündels Neuperlach und Trudering (Linien 192, 193, 195, 196, 197, 199) sowie der StadtBus-Linie 139, die Harlaching mit der Messestadt verbindet, geplant.

Lesen Sie hier: Münchner OB fordert für Bus und Bahn mehr Geld

 

2 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihre Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading