Schmiergeldaffäre Selbstmord! Ex-Siemens-Finanzchef Neubürger ist tot

Heinz-Joachim Neubürger : Ehemaliger Siemens-Finanzchef begeht Selbstmord Foto: dpa

Der frühere Finanzvorstand Heinz-Joachim Neubürger (62) hat sich in München das Leben genommen. Im Dezember 2013 hatte ihn das Landgericht München in der Siemens-Schmiergeldaffäre zur Zahlung von 15 Millionen Euro verurteilt.

 

München - Neben dem geplanten Stellenabbau bei Siemens schockt jetzt eine weitere Meldung den Konzern: Der frühere Finanzvorstand Heinz-Joachim Neubürger hat sich in München das Leben genommen. Darüber berichtet das Manager Magazin in seiner Online-Ausgabe. Bis zuletzt hatte der einst so angesehene Top-Manager seine Unschuld in der Siemens-Schmiergeldaffäre beteuert. Er wurde 2013 vom Landgericht München zur Zahlung einer Rekordsumme von 15 Millionen Euro verurteilt. 2014 einigten sich die Parteien auf 2,5 Millionen Euro, die er bezahlte.

Mit der Einigung sollten die Rechtsstreitigkeiten mit dem früheren Siemens-Manager beendet werden. Der Ex-Manager erkenne die ihm vorgeworfenen Pflichtverletzungen damit nicht an, hieß es.

Neubürger war in erster Instanz zur Zahlung von 15 Millionen Euro verurteilt worden, ging dagegen jedoch in Berufung. Eine Fortführung der gerichtlichen Auseinandersetzung könnte noch lange Zeit andauern und für Siemens einen weiteren erheblichen Arbeits- und Kostenaufwand mit sich bringen, hieß es in der Erläuterung des Vergleichsvorschlags, dem die Aktionäre noch zustimmen müssen. "Nach der Überzeugung von Aufsichtsrat und Vorstand ist der vorgeschlagene Vergleich für die Siemens Aktiengesellschaft insgesamt vorteilhaft." Zuvor hatte sich Siemens bereits mit den anderen Ex-Vorständen um den früheren Konzernchef Heinrich von Pierer auf Zahlungen geeinigt.

 

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