Schlaf Nie wieder Einschlafprobleme!

Meditieren hilft Stress zu reduzieren. Foto: Cover Media

Die 4-7-8-Technik ist eine Atemübung, die beim Einschlafen helfen soll.

 

Laut Dr. Andrew Weil, Arzt für integrative Medizin, können Schlafstörungen ganz einfach mit der richtigen Methode zum Ein- und Ausatmen besiegt werden. Der Arzt ist der bekannteste Verfechter der Atemübung, die als 4-7-8-Atemtechnik bekannt ist und Elemente aus dem Bereich der Meditation aufgreift. Auch die alten Inder wussten schon um diese Methode, die sich auf die Regulierung der Atmung konzentriert und als "natürliche Beruhigung des Nervensystems" gilt.

Viele Studien führen regelmäßige Meditation als Möglichkeit an, Stress zu reduzieren. Darauf baut die 4-7-8-Atemtechnik auf, die wie folgt funktioniert:

Atmen Sie durch die Nase ein und zählen Sie bis vier. Jetzt wird der Atem angehalten und bis sieben gezählt. Atmen Sie nun durch den Mund aus und zählen Sie dabei bis acht. Dabei wird die Zungenspitze hinter die oberen Schneidezähne an den Gaumen gelegt. So kann die Luft rechts und links von der Zunge mit einem leichten Rauschen austreten. Das fällt einem noch leichter, wenn man die Lippen ein wenig spitzt.

Dieser Atemzyklus wird insgesamt vier Mal wiederholt und kann im Stehen, Sitzen oder Liegen durchführt werden. Im Sitzen sollte man allerdings darauf achten, dass der Rücken so grade wie möglich ist.

Der wichtigste Teil der Übung ist laut Dr. Weil das achtsekündige Halten des Atems. Dadurch werden die Lungen mit Sauerstoff gefüllt, der durch das Anhalten in das Blut gelangt und so im Körper zirkulieren kann. Hierbei wird das erwünschte Entspannungsgefühl produziert, der Puls geht runter, wir beruhigen uns und gleiten sanft in den Schlaf hinüber.

Dr. Weil rät dazu, die Atemtechnik zwei Mal täglich durchzuführen: morgens nach dem Aufwachen und abends vor dem Einschlafen. Nach sechs bis acht Wochen sollte jeder die Übung perfekt beherrschen. Dann kann die Technik auch auf acht Zyklen morgens und abends erhöht werden.

Die 4-7-8-Atemtechnik hilft übrigens nicht nur beim Einschlafen, sondern auch in anderen Situationen wie bei Nervosität, Ärger, Stress, Flugangst oder Heißhungerattacken.

 

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