Schläge und Tritte Transphober Angriff in München: Brutale Attacke vor Backshop

Hüseyin Ince ist Redakteur im Lokalressort der Abendzeitung.
, aktualisiert am 30.07.2020 - 17:12 Uhr
Die transsexuelle Person wurde geschlagen und getreten. (Symbolbild) Foto: imago/STPP

Transphober Angriff in München! Mitte Juli wurde eine Transfrau von einem 32-Jährigen beleidigt und geschlagen, ein weiterer trat zu.

 

Isarvorstadt - Wie die Polizei berichtet, ereignete sich der heftige Vorfall bereits am 13. Juli: Gegen 17.50 Uhr ging eine laut Polizei "erkennbar transsexuelle" Person (31) in einen Backshop in der Isarvorstadt.

Beim Verlassen wurde die Transfrau von einem 32 Jahre alten Münchner aufgrund seiner sexuellen Orientierung beleidigt. Die 31-Jährige wurde als "Schwuchtel" und "Transe" beschimpft.

Prügelopfer wirft Stein nach Schläger

Als sie nachfragte, warum der Mann sie so angreife, ballte der 32-Jährige die Faust, schlug der Transsexuellen ins Gesicht und wollte einfach weitergehen. Das alles wollte das Gewaltopfer nicht einfach hinnehmen und warf einen Stein nach dem 32-Jährigen.

Daraufhin kehrte er mit zwei Männern zurück – einem ebenfalls 32-jährigen Münchner und einem bislang Unbekannten. Der neu hinzugekommene 32-Jährige trat auf das Opfer ein, woraufhin es zurück in den Backshop flüchtete.

Beim Versuch, die Polizei zu alarmieren, schlug der unbekannte Mann ihr das Handy aus der Hand. Angestellte des Backshops riefen die Polizei, die die beiden 32-Jährigen wenig später festnahm. Der Unbekannte konnte vor dem Eintreffen der Beamten flüchten. Eine genaue Täterbeschreibung liegt nicht vor, das Opfer des Angriffs konnte lediglich angeben, dass der Mann dunkelhäutig war.

Polizei sucht nach Zeugen

Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen werden durch das Kommissariat 44 geführt. Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen, die Angaben zum Vorfall machen können.

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