Gestank wie toter Fisch Schweinfurt: Stinkefrucht löst Großeinsatz aus

Von außen kam das Päckchen harmlos daher - doch es brachte sechs Postbeamte in die Klinik. (Symbolfoto) Foto: alphaspirit/Shutterstock.com

Ein höllisch stinkendes Paket ruft die Polizei auf den Plan. Wenig später ist klar: Diesen Inhalt will fast niemand nach Hause geliefert bekommen.

 

Schweinfurt - Ein Paket, aus dem stinkende Gase austraten, hat in Schweinfurt einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten ausgelöst. Nach der Räumung des Gebäudes der Deutschen Post stellte sich heraus: In dem Paket befand sich eine thailändische Durian, auch «Stink- oder Kotzfrucht» genannt. 

Obst löst Großeinsatz aus

Zuvor hatten mehrere Mitarbeiter der Post über gesundheitliche Beschwerden geklagt, nachdem sie am Samstagmorgen die Gase eingeatmet hatten. Da zunächst unklar war, was sich in dem Paket befand, wurde der Großeinsatz ausgelöst. Das Gebäude mit den rund 60 Mitarbeitern wurde geräumt, wie die Polizei am Samstag mitteilte.

 

Das Paket wurde anschließend im Freien geöffnet und später dem 50 Jahre alten Empfänger in Schweinfurt übergeben. Mit Konsequenzen müssen weder Absender noch Empfänger rechnen, denn es ist nicht verboten, Lebensmittel zu verschicken. Bei dem Einsatz mussten zwölf Postmitarbeiter wegen ihrer Übelkeit versorgt werden, sechs von ihnen kamen vorsorglich in ein Krankenhaus.

Sechs Postbeamte im Krankenhaus

Durians sind tropische, stachelige Früchte, die zwischen einem und drei Kilo wiegen. Sie haben gelbes, süß schmeckendes Fruchtfleisch. Ihr Geruch wurde schon mit schimmeligem Käse, verrotteten Zwiebeln und totem Fisch verglichen. Durians werden überwiegend in Südostasien gegessen. In Hotelzimmern und öffentlichen Verkehrsmitteln ist ihr Verzehr oft verboten.

 

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