Schiedsrichter Beckenbauer hält Torkamera für überflüssig

Franz Beckenbauer hat sich gegen die Einführung von Torkameras gerichtet - bei der Abseitsregel sieht der "Kaiser" allerdings Reformbedarf.

 

Berlin - Franz Beckenbauer erachtet die Einführung einer Torkamera für überflüssig. „Ich halte es wie Michel Platini und bin für die zwei zusätzlichen Assistenten. Die Torkamera zeigt ja nur, ob der Ball hinter der Linie war“, sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern München Sky Sport News HD. Zwar könne die Kamera zusätzlich installiert werden, aber „nur der zusätzliche Assistent kann sehen, was im Strafraum passiert, ob es ein Foul gab oder nicht“.

Fußball sei „ein einfaches Spiel mit einfachen Regeln“, das „von seinen Emotionen lebt. Das sollte man auch so lassen“. Joseph Blatter, der Präsident des Fußball-Weltverbands FIFA, hatte sich jüngst für technische Hilfsmittel ausgesprochen, unter anderem den Einsatz einer Torkamera. Michel Platini, der Präsident des europäischen Verbandes UEFA, sträubt sich dagegen.

Abseitsregel muss überholt werden

Lediglich die Abseitsregel bedürfe nach Beckenbauers Ansicht einer Überholung. „Da ist mir zu viel Spielraum“, sagte der 66-Jährige. „Die Definition ist mir nicht klar genug, mit aktivem und passivem Abseits, wann eine Behinderung des Torhüters vorliegt und wann nicht.“

Bezüglich der Spekulationen um Markus Babbel glaubt Beckenbauer, dass der jetzige Trainer von Hertha BSC das Zeug dazu hat, das Amt des Bayern-Trainers zu bekleiden – irgendwann in der Zukunft. „Ich bin überzeugt, dass sich unsere Verantwortlichen Gedanken machen werden“, sagte Beckenbauer.

„In Stuttgart war die Doppelbelastung aus Trainerschein machen und Cheftrainer sein zu viel für ihn. In Berlin aber macht Markus Babbel einen hervorragenden Job. Er ist für mich ein sehr fähiger Mann.“ Beckenbauer kann sich aber auch vorstellen, dass „Jürgen Klopp auf der Liste“ der Münchner steht.

 

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