Schauspielerin im Interview Sigourney Weaver: "Hatte gar keine Lust auf Kino!"

Sigourney Weaver bei einer Gala in New York im Mai Foto: imago/PicturePerfect

Vor 35 Jahren machte ein Film Sigourney Weaver zum Weltstar: "Aliens". Heute blickt die toughe Mimin mit Verwunderung auf den Erfolg zurück - denn eigentlich wollte sie gar nicht zum Kino, wie sie spot on news verrät. Und auch Feministinnen sollten nicht zuviel in den Streifen hineininterpretieren, warnt Weaver.

 

Los Angeles - Sigourney Weaver ("Die Waffen der Frauen") und ihre schleimigen "Aliens" befinden sich auf Jubiläums-Tour: 35 Jahre liegt es schon zurück, dass die nunmehr 64-jährige Amerikanerin als "Ripley" den außerirdischen Monstern den Garaus gemacht hat. Mittlerweile macht es Weaver selbst "Angst, diese alten Fotos von mir anzuschauen", wie sie der Nachrichtenagentur spot on news beim Gespräch in Los Angeles sagt.

Nicht etwa, weil sich die Schauspielerin rein äußerlich so arg verändert hätte - das ist nämlich in keinster Weise der Fall, Weaver sieht auch mit 64 noch toll aus. Nein, "die 35 Jahre sind wie im Fluge vergangen. Es fühlt sich so an, als sei es vor zehn Minuten gewesen", erklärt der Hollywood-Star.

Die 1,82 Meter große Weaver findet, dass es die Rolle der Ripley war, die ihr "eine tolle Karriere geschenkt hat": "Ohne sie hätte mein Leben eine andere Richtung eingeschlagen, keine Frage. Zumal ich ein echter Snob war und eigentlich keine rechte Lust auf Kino hatte. Ich wollte immer viel lieber Theater spielen", sagt Weaver weiter.

Dass sie heute zu den wohl größten Hollywood-Stars zählt, empfindet sie übrigens mehr oder weniger als Zufall. Der "Aliens"-Star, der mit einer Rolle in den nächsten drei "Avatar"-Filmen weiterhin gut im Geschäft ist, hat sich immer eher als "ein Team-Player" verstanden, der "kein Mensch mit einem großen Ego ist".

Weaver erzählt weiter: "Ganz ehrlich, ich hatte auch niemals wirklich großes Interesse, ein Star in einem Film zu sein, den niemand sehen will. Ich wollte immer viel lieber in einem Film mitspielen, vielleicht auch mit einer kleinen Rolle, den sich die Leute anschauen wollen." Darüber, das sie Millionen von Frauen den Weg geebnet und gezeigt habe, dass nicht nur die Männer auf der Leinwand knallhart sein können, denke sie nicht mehr allzu häufig nach, sagt die Schauspielerin - aber sie sehe es heute auch als eine Selbstverständlichkeit an.

"Natürlich bin ich stolz darauf. Ich habe immer daran geglaubt, dass Frauen genau dieselben Rollen wie Männer spielen können. Niemand hätte gedacht, dass ausgerechnet eine Frau in Aliens überlebt", sagt Weaver. Gleichwohl müsse sie "die Feministinnen unter den Fans enttäuschen". "Es war niemals als ein politisches Statement der Produzenten geplant. Es war einfach nur als guter Twist für die Story gedacht."

 

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