Schäfer in der Kritik TSV 1860: Schneider und Steiner nehmen Schäfer in Schutz

1860-Geschäftsführer Robert Schäfer (l.) und Präsident Dieter Schneider Foto: Rauchensteiner/Augenklick

1860-Geschäftsführer Robert Schäfer wird vorgeworfen, den Einstieg des Investors Hasan Ismaik gefährdet zu haben. Selbst sein Job soll in Gefahr sein. Präsident Dieter Schneider und Aufsichstratschef Otto Steiner stützen Schäfer aber

 

München - Robert Schäfer musste sich zuletzt vorwerfen lassen, Ismaiks Einstieg im letzten Moment gefährdet zu haben. Bei der Erstellung des Wirtschaftsplanes für 2011/12 hatte Schäfer mit „eher konservativen Zahlen“, wie er es nennt, gearbeitet. „Ich wollte anders als viele meiner Vorgänger nicht mit irgendwelchen Tricks arbeiten“, sagt er. Andere meinen: Schäfer hätte, weil er etwa das erwartete Zuschaueraufkommen und die Transfereinnahmen bewusst niedriger geschätzt hat, den Klub schlechter gemacht als er sei. Die Folge: In der Kalkulation klaffte ein Loch von 6,4 Millionen Euro, von dem nach AZ-Informationen Schneider wie auch der Aufsichtsrat und der Investor Hasan Ismaik wussten. Die Herren seien aber überrascht gewesen, als die DFL von den Löwen einen Liquiditätsnachweis über diese neue Finanzlücke einforderte.

Konsequenzen soll der Fauxpas für Schäfer vorerst nicht haben. „Man kann ihm das nicht einfach persönlich in die Schuhe schieben“, sagte Aufsichtsratschef Otto Steiner. Schäfer soll bis auf weiteres Geschäftsführer bleiben. „Robert Schäfer ist einer der Architekten der Rettung, der es mehr als nur verdient hat, in unserem diesen Verein auch in ruhigeren Zeiten eine führende Rolle zu spielen“, sagte Steiner. Auch Präsident Dieter Schneider meint: „Robert Schäfer leistet großartige Arbeit für den Klub, eine Debatte über seine Ablösung stellt sich nicht.“
 

 

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