Sat.1 zeigt die zweite Staffel Es wird wieder spannend: Neue Folgen von "Homeland"

Die "Homeland"-Hauptdarstellerin Claire Danes Foto: 20th Century Fox Film Corporation

Am heutigen Abend kommen die neuen Episoden des amerikanischen TV-Hits "Homeland" auch ins deutsche Free TV. Sat.1 überträgt die zweite Staffel der Drama-Serie um den Ex-Soldaten Nicholas Brody und der CIA-Agentin Carrie Mathison jeden Sonntag um 22.15 Uhr.

 

Nicholas Brody ist ein Terrorist. Mit dieser erschütternden Gewissheit über die Hauptfigur der erfolgreichen Serie "Homeland" hat die erste Staffel die Zuschauer zurückgelassen. Ab heute Abend zeigt Sat.1 nun die zweite Staffel der amerikanischen Hit-Serie. Alle Hintergrundinformationen und was die Fans von ihr erwarten können, gibt es hier im großen "Homeland"-Check.

Als der amerikanische Soldat Nicholas Brody (Damian Lewis, 42, "Folge deinem Traum") zu Beginn der Serie aus acht Jahren Kriegsgefangenschaft im Irak befreit wird, glaubt jeder an ein Wunder, allen voran seine Frau. Einzig die junge CIA-Agentin Carrie Mathison (Claire Danes, 34, "Spuren eines Lebens") ist von Anfang an skeptisch - ihren Informationen nach soll ein US-Marine mit Terroristen kooperieren, sie verdächtigt Brody dieser Soldat zu sein.

Umgehend installiert sie ohne Befugnis ihrer Vorgesetzten Kameras und Wanzen bei ihm im Haus, um seinem Geheimnis auf die Schliche zu kommen. Dieser wird indes öffentlich als Nationalheld gefeiert.

Doch auch Mathison besitzt ein dunkles Geheimnis: Die Agentin hat eine bipolare Störung. Die psychische Erkrankung, bei der das Verhalten stark zwischen Depression und Manie schwanken kann, muss mit starken Medikamenten behandelt werden. Leidet die Agentin eventuell unter Verfolgungswahn?

Im Laufe der Sendung verdichten sich die Hinweise jedoch immer mehr, dass Mathisons Befürchtungen keine Hirngespinste sind und Brody tatsächlich mit Terroristen-Führer Abu Nazir unter einer Decke steckt. Brody verhält sich seltsam, schließt sich jeden Tag in seiner Garage ein. Später erfährt man, dass er zum Islam konvertiert ist und seine Ausflüge in die Garage nutzt, um dort heimlich zu Allah zu beten.

Um Brody zu überführen, ist der CIA-Agentin scheinbar jedes Mittel recht. Bei einer Selbsthilfegruppe für Veteranen spricht sie Brody an, wenig später landen die beiden zusammen im Bett. War es anfangs noch ihr Plan, Brody so aus der Reserve zu locken, entwickelt die Affäre sich jedoch schnell zu einem Problem für Mathison: Sie beginnt, ernsthafte Gefühle für den vermeintlichen Terroristen zu hegen.

Das Ende der ersten Staffel ließ dann wenig Raum für Spekulationen um die Gesinnung von Nicholas Brody. Als er mit seiner Familie gerade einen Ausflug macht und alles langsam wieder in Ordnung zu kommen scheint, betritt Brody einen kleinen Laden, in dem ihm ein arabisch sprechender Mann eine Sprengstoff-Weste umlegt. Mit einem ausgeklügelten Plan soll Brody so den Vizepräsidenten der USA samt anderer, hochrangiger Politiker in die Luft sprengen. Und tatsächlich: Brody drückt den Zünder, doch eine fehlerhafte Verkabelung lässt den Sprengstoff nicht explodieren.

Die erste Staffel von "Homeland" lebte zunächst vor allem von der Frage, ob Brody wirklich ein gehirngewaschener Terrorist ist, oder ob sich die psychisch labile Mathison all dies nur eingebildet hat. Mit dem erschütternden Ende der finalen Episode hingegen ist diese Frage geklärt, was die Überlegung anregt, welche Handlungsverläufe die Triebfeder in der kommenden Staffel sein könnten.

Bislang ist nur der Zuschauer in Brodys Geheimnis eingeweiht. Auch wenn Mathison den exakten Plan der Terroristen zur Ermordung des Vizepräsidenten durchschaut und ihren Vorgesetzten offenbart hat, Glauben schenkte ihr keiner. Im Gegenteil: Die Anschuldigungen hatten sogar ihre Suspendierung zur Folge. Spannend wird also schon einmal sein, ob ihr in den neuen Folgen endlich stichhaltige Beweise gegen Brody in die Hände fallen. Eines könnte dem Ex-Soldaten dabei tatsächlich zum Verhängnis werden: Sein Bekenner-Video, das er vor dem fehlgeschlagenen Attentat auf den Vize-Präsidenten verfasst hatte.

Allerdings endete die erste Staffel auch damit, dass Mathison ihre bipolare Störung mit einer aggressiven Schocktherapie behandeln lässt, was laut den Ärzten mit gravierenden Gedächtniseinbußen einhergehen könne. Gut möglich also, dass sich Mathison zunächst an wenig ihrer Ermittlungen erinnern wird. Dabei hatte sie kurz vor der Narkose sogar noch ein entscheidendes Puzzle-Teil gefunden: Issa, ein Wort das Brody während seiner Alpträume immer und immer wieder ruft, ist der Name des in einem Drohnenangriff ums Leben gekommenen Sohnes von Terroristen-Führer Abu Nazir.

Nach dem misslungenen Selbstmordanschlag fassten Nasir und Brody kurz vor Ende der ersten Staffel den Entschluss, dessen Status als Nationalheld zu nutzen, um sich für ein hohes politisches Amt zu empfehlen. Auf diese Weise soll ein Insider an höchster Stelle der amerikanischen Regierung installiert werden. Anstelle eines wirklichen Terror-Attentäters wird sich Brody in Staffel Nummer zwei also wohl eher als Spion versuchen dürfen, um streng vertrauliche Informationen an den Terrorführer weiterleiten zu können.

Ebenfalls spannend wird sein zu sehen, wie sich die Beziehung zwischen Brody und Mathison entwickelt. Als sie ihn am Ende der ersten Staffel direkt mit ihrer Befürchtung konfrontiert, dass er ein Terrorist sei, schien ihre Affäre zu Ende. Jedoch fanden sie während ihrer kurzen gemeinsamen Zeit so etwas wie wahres Glück, welches die beiden gequälten Seelen bislang nur beim jeweils Anderen finden konnten. Es ist daher nur schwer vorstellbar, dass sie in der zweiten Staffel wirklich die Finger voneinander lassen können.

Egal wie sich der genaue Handlungsverlauf der zweiten Staffel gestalten wird, für reichlich Spannung scheint gesorgt. Zu einem abgeschlossenen Ende kommt die preisgekrönte Serie aber sicherlich noch nicht: Die lose auf der israelischen Fernsehserie "Hatufim - In der Hand des Feindes" basierende Sendung geht in den USA nämlich ebenfalls am 29. September in ihre dritte Staffel.

 

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