Sanktionen Krim-Krise: Visa und Mastercard sperren Russen aus

Tausende russische Bankkunden müssen ab jetzt wieder auf Barzahlung umsteigen: Die Kreditkarten-Giganten haben die Zahlungsdienste bei einigen Banken gestoppt.

 

Moskau - Nach der Ausweitung der US-Sanktionen gegen Russland haben Visa und Mastercard die Zahlungsdienste für die Kunden einiger russischer Banken gestoppt. Die Rossija Bank, Hausbank enger Verbündeter von Russlands Präsident Wladimir Putin, teilte am Freitag mit, die Kreditkartenunternehmen hätten "ohne Vorwarnung" ihre Zahlungsdienste für die Kunden der Bank eingestellt.

Betroffen sei auch die hundertprozentige Rossija-Tochter Sobinbank. Auch die SMP Bank teilte mit, dass ihre Kunden nicht mehr mit ihrer Visa- oder Mastercard zahlen könnten. Die SMP wird von den Brüdern Arkadi und Boris Rotenberg kontrolliert, die auf der US-Sanktionsliste stehen.

Konkret können die Kunden der betroffenen Banken mit ihren Kreditkarten keine Einkäufe mehr tätigen oder Geld von Bankautomaten abheben, die nicht zu ihrer Hausbank oder einer Partnerbank gehören.

Die USA hatten am Donnerstag ihre Strafmaßnahmen gegen Russland wegen seines Vorgehens in der Krim-Krise verschärft und 20 weitere ranghohe russische Regierungsvertreter und Vertreter der russischen Wirtschaftselite auf ihre Sanktionsliste gesetzt.

Das US-Vermögen der Rossija Bank wird eingefroren, Einzelpersonen und Unternehmen aus den USA dürfen mit dem Finanzinstitut keine Geschäfte mehr machen.

 

4 Kommentare