Saisonfinale Formel 1 Vettel hofft auf "einen Boost" in Abu Dhabi

Muss für einen glücklichen Saisonabschluss seinen Ferrari beim Rennen in Abu Dhabi in den Griff bekommen: Sebastian Vettel. Foto: Hassan Ammar/AP/dpa/dpa

Seit 2014 ist die Pole Position in Abu Dhabi fest in der Hand von Mercedes. Sebastian Vettel will das bei der letzten Formel-1-Qualifikation des Jahres verhindern. Der Ferrari-Star setzt auf einen speziellen Extra-Anschub.

 

Abu Dhabi - Sebastian Vettel muss auf dem Weg zu einem erfolgreichen Saisonabschluss in der Formel 1 unbedingt die letzten Kilometer auf dem Yas Marina Circuit in den Griff bekommen.

Auf den Übungsrunden in Abu Dhabi hatte der Ferrari-Pilot immer wieder mit dem dritten Sektor zu kämpfen. Der 32-Jährige leistete sich sogar einen Dreher und schlug mit dem Heck in die Leitplanke.

"Das war ein bisschen unglücklich", sagte Vettel, nachdem er die Kontrolle über den Wagen verloren hatte. Es sei aber nur eine Felge "etwas beschädigt" worden.

Vor der heutigen letzten Startplatzjagd des Jahres (14.00 Uhr/RTL und Sky) wartet auf Vettel das übliche Problemszenario. "Es ist ziemlich das gleiche Bild wie auch in den vergangenen Rennen. Wir tun uns im kurvigen Teil schwer", erzählte er. "Da büßen wir am meisten Zeit ein." In der Tagesabrechnung reichte es für Vettel nur zu Platz vier direkt hinter seinem Stallrivalen Charles Leclerc.

Ganz vorne gaben Valtteri Bottas, der wegen eines Motorenwechsels jedoch von ganz hinten in den letzten Grand Prix am Sonntag startet, und der sechsmalige Weltmeister Lewis Hamilton das Tempo vor. "Ich hatte damit zu kämpfen, den richtigen Rhythmus zu finden. Aber es gibt eben solche und solche Tage. Das Auto hat sich nichtsdestotrotz gut angefühlt", sagte Hamilton über einen aus seiner Sicht holprigen ersten Trainingstag in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Vettel war wegen der Geburt seines dritten Kindes erst verspätet angereist. Und der Nachwuchs zuhause - ein Sohn nach zwei Töchtern - löste bei dem Heppenheimer Begeisterung aus. "Ich bin sehr sehr glücklich", sagte der Familienvater freudestrahlend. Kind Nummer drei sei sogar eine kleine Anschubhilfe für ihn. "Es gibt einem mit Sicherheit nochmal ein bisschen einen Boost", sagte Vettel.

In der WM-Wertung liegt der viermalige Weltmeister 19 Punkte hinter Leclerc auf Platz fünf und will seinen Stallrivalen natürlich noch überholen. Den Zusammenstoß vor knapp zwei Wochen in Brasilien haben die beiden Piloten aufgearbeitet. "Wir sind beide nicht glücklich mit dem Ausgang", berichtete Vettel, der mit Leclerc telefoniert hat. "Es ist klar, dass wir sicherstellen wollen, dass uns das nicht wieder passiert." Ein Vertrauensproblem gebe es nicht.

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