Saison-Pause in der 3. Liga Felix Magath kritisiert den DFB: "Absolut null Verständnis"

Felix Magath ist mittlerweile unter anderem für die Würzburger Kickers mitverantwortlich. Foto: Daniel Karmann/dpa

Saisonabbruch oder Fortsetzung? Noch immer gibt es für die 3. Liga keine endgültige Entscheidung. Felix Magath kritisiert jetzt den DFB für das zögerliche Vorgehen.

 

München/Würzburg - Felix Magath, als Chef von "Flyeralarm Global Soccer" unter anderem für den Drittligisten Würzburger Kickers mitverantwortlich, hat den Deutschen Fußball-Bund (DFB) wegen des Hin und Her beim Restart der 3. Liga kritisiert. "Ich habe absolut null Verständnis dafür, dass der ursprünglich für den 26. Mai geplante Neustart verschoben wurde. Je länger man etwas Notwendiges aufschiebt, desto größer werden doch die Probleme und sind es schon jetzt. Sportlich, wirtschaftlich und rechtlich", sagte Magath der "Bild".

Wiederaufnahme des Spielbetriebs Ende Mai geplant

Es sei nicht zu verstehen, "warum die ersten beiden Profi-Ligen ein Konzept vorgelegt haben und längst wieder spielen – die dritte Profi-Liga aber nicht", ergänzte der 66-Jährige. Der DFB hatte am Dienstag mitgeteilt, mit einer Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der 3. Liga am 30. Mai zu planen. Gedankenspiele über die Fortsetzung der wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Saison am 26. Mai waren zuvor verworfen worden.

"Es hätte längst Klarheit geschaffen werden müssen. Stattdessen schiebt der DFB die Verantwortung hin und her. Wenn es keine klare Linie gibt, muss man sich nicht wundern, dass einzelne Vereine versuchen, eigene Wege zu gehen", betonte Magath, der in seiner Funktion bei "Flyeralarm" nicht nur bei Würzburg, sondern auch dem österreichischen Erstligisten Admira Wacker mitbestimmt. Ein Abbruch, wie ihn zum Beispiel der 1. FC Magdeburg fordert, "kann nicht die Lösung für die 3. Profi-Liga sein", betonte der ehemalige Bundesliga-Trainer.

DFB belastet die zerstrittene Lage in der Liga

Dem DFB macht bei seinen Plänen zur Fortsetzung der Saison vor allem die zerstrittene Lage zu schaffen. "Das belastet uns alle, das kann man nicht beschönigen", sagte Generalsekretär Friedrich Curtius am Dienstag. Was einen möglichen Re-Start angehe, müsse man abwarten, "was die Politik entscheidet", ergänzte Curtius.

 

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