S-Bahn München So optimiert die Bahn den Weg zur Schule

Anpassungen auf der S7-Strecke zwischen Neubiberg und Hohenkirchen-Siegertsbrunn kommen allen Fahrgästen zwischen Giesing und Kreuzstraße zugute. Foto: Mike Schmalz

Die Neubiberger Gymnasiasten ziehen für zwei Jahre ins Schulzentrum Höhenkirchen-Siegertsbrunn um. Die Bahn trifft nun Vorkehrungen für einen sicheren Schulweg auf der S7-Strecke.

 

München - Wenn am 13. September die Schule wieder anfängt, wird es eng werden in der S-Bahnlinie 7: Weil das Gymnasium Neubiberg umgebaut wird, ziehen die dortigen Schüler für die kommenden beiden Schuljahre ins Schulzentrum Höhenkirchen-Siegertsbrunn um. Das bedeutet für die Bahn einem enormen Anstieg der Fahrgastzahlen in den Zügen von und nach Höhenkirchen- Siegertsbrunn.

Normalerweise fahren auf der S7 von Neubiberg nach Höhenkirchen- Siegertsbrunn in den Morgenstunden durchschnittlich 50 – 100 Fahrgäste. Ab dem neuen Schuljahr werden auf diesem Streckenabschnitt aber rund 1.200 zusätzliche Schüler erwartet. Die S-Bahn München hat darum in enger Zusammenarbeit mit dem Landratsamt München, den Schulzweckverbänden und der Polizei Vorkehrungen getroffen, um die Schüler pünktlich und sicher zur Schule und wieder nach Hause zu bringen.

Der Schulbeginn wird gestaffelt, so dass sich die Schüler morgens auf zwei S-Bahnen verteilen können, denn eine S-Bahn allein hätte zur Beförderung der großen Schülerzahl nicht ausgereicht. Normalerweise kommen die stadtauswärts fahrenden Züge in Höhenkirchen- Siegertsbrunn auf der der Schule abgewandten Bahnsteigseite an. Das soll sich nun ändern: Damit die Schüler nicht die enge Bahnsteigunterführung nutzen müssen und nicht zu Fuß über die Gleise laufen, sollen die beiden S-Bahnen um 7.40 Uhr und 8.00 Uhr aus Richtung Neubiberg abweichend am Gleis 1 halten.

Für diese Gleisänderung hat die DB Netz AG eigens ein Signal umgebaut und die Stellwerkstechnik geändert. In den ersten Wochen werden Einsatzkräfte von DB Sicherheit und der Bundespolizei das Ein- und Aussteigen an den Bahnsteigen überwachen und in den Zügen mitfahren. So soll die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler trotz des ungewohnten Umfeldes und der großen Fahrgastzahl gewährleistet werden.

Die störungsfreie Abwicklung der Fahrten auf dem Schulweg kommt jedoch nicht nur den Schülern zugute; Alle Fahrgäste der S-Bahn München können von den Anpassungen profitieren: Weil die S7 zwischen Giesing und dem Endpunkt Kreuzstraße nur eingleisig ist, müssen die im Fahrplan vorgesehenen Zugkreuzungen an den Bahnhöfen Höhenkirchen-Siegertsbrunn und Neubiberg genau eingehalten werden. Alle Verspätungen auf dem Ostast der S7 würden durch die enge Zugfolge auf der Stammstrecke eine Kettenreaktion von Störungen im gesamten S-Bahn-Netz verursachen.

So hat der Umbau des Gynasiums Neubiberg also Vorteile für alle S-Bahn-Fahrer des Münchner Ostens.

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