Russland ermittelt - Auf Flagge gepinkelt Fahndung nach der Bloodhound Gang

Der Bloodhound Gang droht im schlimmsten Fall Gefängnis Foto: Universal Music

Russland ermittelt gegen die Bloodhound Gang. Jetzt hat das Land die Mitglieder der Band sogar zur Fahndung ausgeschrieben. Grund sind die Auftritte vom Sommer, bei denen Bassist Evil Jared auf die ukrainische Flagge uriniert hat. Im schlimmsten Fall droht der US-Band sogar Gefängnis.

 

Evil Jared und der Rest der US-amerikanischen Rockband Bloodhound Gang haben ernsthafte Probleme. Nach Auftritten im Sommer in Russland und der Ukraine ermittelt das von Putin regierte Land gegen die Band. Grund für die Ermittlungen: Evil Jared urinierte bei einem Konzert auf die ukrainische Flagge und zog sich bei einem weiteren Auftritt die russische Flagge durch den nackten Schritt - in Russland ein Verbrechen.

Dem Bassisten wird nun Verunglimpfung des russischen Nationalsymbols und Erniedrigung des Nationalgefühls des Volkes vorgeworfen, berichtet "Interfax Europe". Außerdem habe das Ermittlungskomitee den Verdacht geäußert, die Mitglieder der Bloodhound Gang haben sich gegen die Menschenwürde russischer Staatsbürger verschworen.

Schon direkt nach diesen, für russische Verhältnisse, skandalösen Auftritten waren die Visa der Musiker verkürzt worden, woraufhin sie verfrüht das Land verließen. Allerdings können Personen, die nicht in Russland leben, trotzdem von dem Land zur Rechenschaft gezogen werden, sollte sich ihr Vergehen gegen die russischen Staatsbürger oder das Land direkt richten. Russland will Evil Jared und seine Kollegen jetzt zur Fahndung ausschreiben.

Im August hatte sich der 42-jährige Bassist bereits öffentlich entschuldigt. "Ich wollte niemanden kränken. Es war nur Wasser aus einer Röhre, und ich habe kaum getroffen", sagte Jared im Interview mit dem Fernsehsender "Ukraina". Direkt nach den Auftritten wurde für die Bloodhound Gang ein fünfjähriges Einreiseverbot verhängt.

Der Rest der Band ist ebenfalls von den Ermittlungen betroffen, weil sie Jareds Pinkel-Aktion bei dem Konzert nicht unterbunden hatten. Kommt es am Ende tatsächlich zu einer Auslieferung des Bassisten oder der ganzen Band, könnten den "Bad Touch"-Interpreten mehrere Jahre Gefängnis drohen.

 

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