Rushhour des Lebens Kurze Auszeiten sind wichtig!

Zwischen Kind und Karriere reibt sich mancher in der "Rushhour des Lebens" auf. Foto: dpa
 

Zwischen 25 und 40 Jahren steht für Beschäftigte häufig vieles auf einmal an. In der sogenannten Rushhour des Lebens wollen sie Karriere machen, Kinder bekommen und womöglich noch ein Haus bauen.

„Die Belastungen sind hoch, doch das ist auch eine besonders schöne Zeit“, sagt Prof. Dirk Windemuth, Direktor des Instituts für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. Oft helfen schon Kleinigkeiten, um sich in diesen Jahren im Stress nicht zu verlieren. Beschäftigte sollten darauf achten, dass sie sich täglich ganz bewusst einen Moment nur für sich nehmen. Das kann beispielsweise sein, dass sie in Ruhe fünf Minuten Tee trinken. Das reicht oft schon aus, um sich wieder zu besinnen.

Laut einer Studie der Krankenkasse DAK sind die 25- bis 39-jährigen Berufstätigen trotz der häufig vorkommenden Mehrfachbelastung nicht öfter krank als ihre Kollegen anderer Altersklassen. Sie sind im Gegenteil sogar besonders gesund. Eltern fühlen sich außerdem nicht gestresster als Kinderlose. Gedanken sollten Arbeitnehmer sich machen, wenn sie häufiger krank werden als früher. „Im ersten Jahr der externen Betreuung eines Kindes etwa in der Kita ist das bei Eltern normal“, erklärt Prof. Windemuth. Sie steckten sich bei dem Nachwuchs an. Danach sollten sich die Krankheitstage jedoch wieder auf dem Niveau vor der Geburt einpendeln. Weitere Anzeichen für Überlastung sind, wenn Beschäftigte Tätigkeiten komplett aufgeben, die sie früher gern gemacht haben - etwa Sport. Dann sei es an der Zeit, sich privat und beim Arbeitgeber Hilfe zu holen. Wer überlastet ist, könne sich überlegen, die Arbeitszeit leicht zu reduzieren, rät Windemuth. Gleichzeitig lässt sich im privaten Umfeld möglicherweise Hilfe organisieren – etwa ein Au-Pair-Mädchen. Manchmal sorgen auch schon Kleinigkeiten beim Thema Stress für Abhilfe. So hilft es Eltern häufig ungemein, wenn sie morgens ein paar Minuten später zur Arbeit kommen können, um ihre Kinder in Ruhe in die Kita zu bringen.

 

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