Rückkehr aus Terrorcamp Österreich: Münchner Salafisten von Polizei abgefangen

In Syrien wollte sich der in München lebende Familienvater in einem Terrorcamp angeblich zum Kämpfer ausbilden lassen. Foto: dpa

Ein Salafistenpaar und sein Bub (8) aus München, das angeblich von einem Terror-Ausbildungscamp in Syrien zurück nach Deutschland reisen wollte, ist auf dem Bahnhof Rosenbach bei Villach verhaftet worden.

 

München, Villach - Der 20-Jährige und seine Frau haben bis zum Sommer in München gelebt. Das Paar hat einen acht Jahre alten Sohn. Im August soll die Familie nach Syrien ausgereist sein. Angeblich wollte sich der Deutschtürke dort in einem Terror-Camp zum Kämpfer ausbilden lassen. Die Ermittlungsbehörden hatten die Familie bereits im Visier. 

Die Aktion war minutiös vorbereitet und mit deutschen Verfassungsschützern abgestimmt. Um 5 Uhr früh schlugen Fahnder des Kärntner Landesamtes für Verfassungsschutz am Hauptbahnhof Villach zu. In einem Autoreisezug, der zwischen der türkischen Hafenstadt Edirne und Villach verkehrt, klickten für die Eltern  die Handschellen. In Begleitung des Paares befand sich auch das acht Jahre alte Kind der Frau. Das Pärchen wurde sofort in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert. Das Kind wurde von der Jugendwohlfahrt in Obhut genommen und von Verwandten abgeholt.

Das Pärchen hatte sich angeblich in einem Terroristencamp ausbilden lassen und wollte zurück nach Deutschland. Dem Verfassungsschutz war das Paar schon bekannt, bei der Ankunft in Villach schlug die Cobra zu. Der Mann ist 20 Jahre alt, seine Partnerin 33. Der Haftbefehl wurde vom Amtsgericht München ausgestellt, die beiden werden wegen Terrorismus-Verdachts gesucht.

Weitere Einzelheiten wollen Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittag in München bekannt geben.

 

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