Routen öffentlich erreichbar Herbsttouren mit dem Fahrrad: Genussvoll strampeln

Idylle mit Blick auf das Zugspitzmassiv lässt sich im Murnauer Moos mit dem Fahrrad entdecken. Foto: Bernhard Irlinger / J. Berg Verlag , alle Karten: Bruckmann Verlag GmbH / Heidi Schmalfuß

Egal, ob Sie auf flachen Wegen durchs Murnauer Moos radeln möchten, einen Abstecher zum Steinsee vorziehen oder Sie im Bräustüberl einkehren wollen: Diese Radltouren sind schön und gemütlich.

München - Die Sonne strahlt nicht mehr so lange und auch nicht mehr so kräftig, nichtsdestotrotz: Auch bei kühlerem Wetter kann man sich an den Landschaften des Oberlands erfreuen. Man muss nur zweierlei anpassen: die Ausrüstung, also Handschuhe einpacken, und die Tourenauswahl: Kürzere Strecken bieten sich an kürzer werdenden Tagen an.

Außerdem ist es auch schön, es im Herbst ein bisschen ruhiger angehen zu lassen und den Körper ein bisschen herunterzufahren. Gemütliche Ausflüge auf dem Rad sollen es also sein. Die fünf Touren, die wir Ihnen hier vorstellen, passen da perfekt ins Konzept. Sie stammen aus dem Buch von Bernhard Irlinger (erschienen beim J.Berg-Verlag, 16,99 Euro), der für seinen Radlführer 25 leichte Genuss-Touren mit Aussicht zusammengestellt hat, die man auch unternehmen kann, wenn man nicht seine ganze Kraft in die Waagschale werfen will, wenn man nicht ganz so viel Zeit hat – oder, wenn man gerade nicht (mehr) so fit ist.

Alle Touren lassen sich mit der S-Bahn oder Regionalzügen erreichen, so sparen Sie sich den Stress auf der Autobahn. Wer mit der Pumpe etwas Probleme hat, sollte die flache Tour durch das Murnauer Moos aussuchen, die Strecke rund um Dietramszell ist durchaus hügelig.

Wer hier nicht zu sehr strampeln möchte, sollte sich eventuell überlegen, mit einem E-Bike oder Pedelec zu starten. Übrigens: Die Touren führen an vielen Flüssen und Seen vorbei. Im Sommer werden sie also leicht zu Badetouren – jetzt im Herbst können Sie aber einfach die schönen Nah- und Fernsichten genießen. (Alle Fotos im Folgenden: Bernhard Irlinger / J. Berg Verlag, alle Karten: Bruckmann Verlag GmbH / Heidi Schmalfuß)


Von den Osterseen nach Benediktbeuern: Durch stilles Hügelland

  • Ausgangspunkt: Bahnhof Iffeldorf
  • Dauer: 4 Stunden
  • Anspruch: mittel

Zunächst radeln wir parallel zur Bahnlinie nach Norden, bis wir die Bahnlinie unterqueren können. Nachdem wir die Landstraße überquert haben, folgen wir an einer Gabelung den Radwegweisern Richtung Bad Tölz.

Zwischen den Eizenberger Weihern treffen wir auf ein schmales Sträßchen, dem wir nach links folgen. Nachdem wir durch Oberhof und Nantesbuch geradelt sind, radeln wir bergab zur Loisach und treffen dort auf den Loisach-Radweg. Wir folgen ihm nach links für 300 Meter, dann geht es rechts über die Straße zur nach Hohenbirken ausgeschilderten Nebenstraße. Wir fahren im Tal der Loisach weiter nach Süden. Über den Weiler Mürnsee gelangen wir zum Gasthof Reindlschmiede. Es geht an der B 11 entlang und am Ende des Radwegs über die Bundesstraße. Hier geht es nach links in eine Nebenstraße, der wir bis zum Gasthof Ramsau in Obermühl folgen.

Kurz nach dem Gasthof orientieren wir uns nach Bad Heilbrunn. Dort führt uns der Bodensee-Königssee-Radweg bis zum Kloster Benediktbeuren. Vor dem Kloster folgen wir der nach rechts abknickenden Vorfahrtsstraße. Wir fahren um die Parkplätze herum und aus dem Klosterkomplex hinaus. Ein breiter Kiesweg führt uns in Richtung Loisach. Wir halten uns links und biegen rechts auf den Uferweg. Bei der B 472 geht es über den Fluss und links in ein schmales Sträßchen, das uns nach Sindelsdorf führt. Auf der Hauptstraße erreichen wir das Ortsende und biegen rechts in einen geteerten Feldweg.

Nachdem wir die Autobahn unterquert haben, biegen wir rechts ab. Nachdem das Sträßchen nach links abgenickt ist, halten wir uns an der Kreuzung rechts. Es geht geradeaus, dann an zwei Querstraßen erst links, dann rechts zur B 472. Wir unterqueren die Bundesstraße und erreichen Habach. An einem Weiher biegen wir rechts ab und fahren nach Rieden. Kurz nach den Höfen von Obersiffelhofen biegen wir an einer Kreuzung scharf rechts ab. In Antdorf radeln wir zum Sportplatz und hier in die Straße Im Seefeld, an deren Ende biegen wir links ab. Von hier aus geht es auf einer schmalen Teerstraße zurück nach Iffeldorf.


Loisachtal und Murnauer Moos: Urige Moorlandschaften

  • Ausgangspunkt: Bahnhof Oberau
  • Dauer: 3:30 Stunden
  • Anspruch: leicht

Vom Bahnhof Oberau fahren wir links, nach kurzer Strecke geht es über die Gleise. Entweder folgen wir der Flößerstraße nach rechts oder radeln rechts hoch auf den Loisachdamm. Nach 500 Metern überqueren wir die Loisach und fahren an der Kreuzung geradeaus.

Es geht an einem Golfplatz vorbei und am Waldrand zu einer Gabelung, an der wir uns links halten. Es geht eine Kiesstraße entlang, die uns durch malerische Moosflächen zu den Sieben Quellen führt.

In Eschenlohe radeln wir zu einer Querstraße, fahren auf ihr nach rechts zu einer nahen Kreuzung und auf der Mühlstraße geradeaus zur Loisachbrücke. Wenige Meter geht es nach rechts und dann nach links auf der Heubergstraße aus dem Ort. Nach der Brücke über die Eschenlaine halten wir uns links und radeln an der Loisach entlang.

Wir sehen eine Eisenbahnbrücke, biegen jedoch noch vor ihr an einer Gabelung nach rechts ab und fahren nun permanent geradeaus nach Ohlstadt. Nach dem Bahnhof Ohlstadt geht es auf der Loisachstraße durch ein Sägewerksgelände und zu einer Querstraße. Wir biegen links ein und erreichen einen Feldweg. Sobald er eine Straße kreuzt, folgen wir dieser nach links. Bald radeln wir über die Eisenbahnlinie und rechts unter der A 95 hindurch.

Wir überqueren die Loisach und folgen danach rechts dem Kiesweg, der am Fluss entlangführt. Nach einigen Häusern kommen wir zu einer Gabelung und halten uns zwei Mal links, so folgen wir auch den Radweghinweisen.

Wir gelangen nach Hechendorf und biegen dort an der ersten Kreuzung links ab. Bald erreichen wir einen Radweg, der an der B 2 entlangläuft und dann Murnau. Kurz nach dem Ortsschild kommen wir an eine Wegkreuzung, an der wir links nach Bad Kohlgrub fahren. Nachdem wir die Bundesstraße überquert haben, radeln wir auf der Ramsachstraße zum Ramsachkircherl und fahren hier links über die Ramsach. Nach der Brücke geht es nach rechts und auf dem Radweg durchs Murnauer Moos bis nach Grafenaschau.

Auf einer für den allgemeinen Verkehr gesperrten Straße verlassen wir den Ort und radeln am Murnauer Moos entlang nach Süden. Wir orientieren uns in Richtung Eschenlohe. Kurz vor der Autobahn führt uns ein geteerter Wirtschaftsweg unter der A 95 hindurch und dann über die Schienen. In Eschenlohe folgen wir kurz dem Weg, den wir schon von der Hinfahrt kennen. Dann nehmen wir aber den mit Schildern ausgewiesenen Weg nach Oberau, der uns über den Dammweg zum Ausgangspunkt führt.


Von Otterfing nach Dietramszell: Barocke Kirchen und stetes Auf und Ab

  • Ausgangspunkt: S-Bahnhof Otterfing
  • Dauer: 2:30 Stunden
  • Anspruch: schwer

Vom S-Bahnhof fahren wir ins Ortszentrum und von dort auf der Palnkamer Straße in den gleichnamigen Ort. Von dort geht es auf einem Kiesweg nach Erlach. Wir radeln rechts in den Weiler und halten uns an der Gabelung vor einer Kapelle links. Über Steingau erreichen wir Baiernrain.

Vor dem Landhotel biegen wir ab und orientieren uns nach Lochen und dort geht es zur Kirche hinauf. Auf der Vorfahrtsstraße geht es links aus dem Dorf auf die Landstraße. Nach wenigen Metern fahren wir erst links, dann rechts auf die weniger befahrene Nebenstraße und auf ihr bis nach Föggenbeuren. Von dort geht es weiter nach Thankirchen.

Wir fahren von der Kirche die Abfahrt hinab und biegen links nach Untermühlhausen ab. Wir biegen links auf die Vorfahrtsstraße, auf ihr geht es nach Dietramszell. Vor dem Kloster Dietramszell biegen wir rechts in die untergeordnete Straße. Sie ist nach Holzkirchen ausgeschildert.

Nach zwei Kilometern biegen wir nach Dietenhausen und Thalham ab. In Thalham orientieren wir uns an der Kreuzung rechts. Auf einer schmalen Teerstraße geht es nach Palnkam. Auf der Vorfahrtsstraße geht es wieder zu unserem Ausgangspunkt, dem S-Bahnhof Otterfing.


Rund um das Tal der Glonn: Bergkulisse und Bräustüberl

  • Ausgangspunkt: Bahnhof Aßling
  • Dauer: 3:15 Stunden
  • Anspruch: mittel

Wir unterqueren beim Bahnhof Aßling die Bahnlinie und fahren dann nach links steil den Berg hinauf. Kurz nach dem Ortsschild von Niclasreuth geht es über den Weiherweg und den Osterwalder Weg aus dem Ort und abwärts bis vor die Bahnunterführung. Wir folgen den Radwegweisern, entlang dem Bahndamm. Kurz vor Weiching biegen wir rechts in die Landstraße und dann rechts in die Antersberger Straße. Nach einem Kilometer biegen wir links in eine Kiesstraße ein. Nachdem wir die Moosach überquert haben, folgen wir dem Hauptweg nach rechts und bis nach Tuntenhausen.

Dort fahren wir übers Zentrum in Richtung Emling. Hier folgen wir den Radwegweisern nach rechts aus dem Weiler hinaus in Richtung Schmiedhausen. Über Jakobsberg und Fischbach fahren wir in Richtung Maxlrain, wo man einen Abstecher zur Brauerei oder zum Schloss machen kann. Nach dem Bräustüberl fahren wir durch einen Wald, bis wir bei Weihenlinden eine Kreuzung erreichen, an der wir rechts nach Innerthann und Beyharting fahren.

Dort folgen wir einem Schild nach Bach und orientieren uns dann in Richtung Antersberg. Am Fuß des Dorfhügels biegen wir an einer Linkskurve rechts auf einen Wirtschaftsweg. Dieser trifft auf eine Teerstraße, der wir folgen, bis wir auf eine Vorfahrtsstraße gelangen. Auf ihr geht es rechts ins nahe Dörfchen Thal. Nach dem ersten Gebäude biegen wir rechts auf ein Sträßchen ein. Nach einem Anstieg erreichen wir eine Vorfahrtsstraße, der wir nach rechts bis zum Beginn des Anstiegs bis nach Niclasreuth folgen. Dort biegen wir links in ein Sträßchen, das uns zurück nach Aßling bringt.


Von Aying zum Steinsee: Weitblicke und Waldpartien

  • Ausgangspunkt: S-Bahnhof Aying
  • Dauer: 3:15 Stunden
  • Anspruch: mittel

Vom Bahnhof radeln wir zum Sportgelände und von da nach Dürrnhaar. Nach dem Bahnübergang biegen wir rechts auf eine Vorfahrtsstraße, die uns nach Egmating bringt. Im Dorf biegen wir noch vor dem Kirchhügel in die Ehamostraße. Über die Hauptstraße und dem Jägerweg geht’s links den Radwegweisern folgend auf einen Teer- und dann rechts gleich auf einen Feldweg. Nach einem Wald geht es links in einen Querweg und dann bei der Straße rechts hinauf nach Oberpframmern.

Dort biegen wir links in den St.-Andreas-Weg, über den Mühl- und Buchenweg erreichen wir den Ortsrand und eine Kiesstraße. Es geht durch den Wald und den Radwegweisern Richtung Grafing und Glonn. In Schattenhofen radeln wird links am Hof vorbei. Beim Reiterhof Niederseeon kann man einen Abstecher zum Steinsee machen oder weiter nach Schlacht und Kastenseeon fahren. Über Lindach, Münster, Graß und Kaltenbrunn kommen wir zurück nach Aying.

 

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