Rottweiler-Angriff Beiß-Attacke: Hund war für harmlos erklärt worden

Verbannt aus München: Was jetzt mit „Budda“, dem Rottweiler aus der Blumenau, passiert. Er hatte einen 3-jährigen Bub angegriffen.

 

München - Was dieses Tier hinter sich hat? Die Pfleger im Münchner Tierheim wissen es nicht. Seit seiner massiven Beiß-Attacke auf den dreijährigen Blumenauer Buben vor drei Wochen sitzt der Rottweiler „Budda“ (15 Monate alt) in einem Käfig in der Tierheim-Quarantäne-Station. „Er macht einen ganz normalen, friedlichen Eindruck“, sagt Tierheim-Sprecherin Judith Brettmeister.

Noch im Januar hatte das Münchner Ordnungsamt dem damals sieben Monate alten Rottweiler ein so genanntes „Negativ-Zeugnis“ ausgestellt – ein vom KVR bestellter Gutachter hatte das Tier als nicht aggressiv eingestuft. Damit galt Budda rein rechtlich als „normaler Hund“ – als so harmlos wie ein Dackel. Seither habe der Rottweiler allerdings in vier verschiedenen Haushalten gelebt, heißt es im KVR.

Zuletzt bei der 47-jährigen Tunesierin, von der er sich in der Blumenau losgerissen hatte. Sicher ist: Zur Eigentümerin, einer 40 Jahre alten Deutschen, wird Budda nicht mehr zurückkehren. Das Negativ-Zeugnis hat das KVR nach dem Angriff auf das Kind entzogen.

Jetzt darf Budda in München nicht mehr gehalten werden. Laut KVR-Sprecher Matthias Rischpler gibt es nun drei Möglichkeiten:

  • Budda wird von Hundetrainern so trainiert, dass er „resozialisiert“ werden und wieder in einen Privathaushalt vermittelt werden kann.
  • Budda bleibt aggressiv und kommt auf einen Gnadenhof, wo er – eingesperrt – lebt, bis er an Altersschwäche stirbt.
     
  • Budda wird eingeschläfert – falls ein Gutachter feststellt, dass er dauerhaft extrem gefährlich bleiben wird. „Da müsste allerdings die Eigentümerin zustimmen“, erklärt Rischpler. „Einen solchen Fall haben wir in München ein Mal in acht Jahren.“
 

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