Ricarda-Huch-Realschule feiert Großer Festakt zum runden Geburtstag

Die Ricarda-Huch-Schule feiert neben ihrem Bestehen ebenfalls den 150. Geburtstag der Namensgeberin. Foto: Ricarda-Huch-Realschule

Die Ricarda-Huch-Realschule feiert ihr 50-jähriges Bestehen mit einem großen Fest auf dem Schulgelände. Überraschungen inklusive!

 

Schwabing - Die Städtische Ricarda-Huch-Realschule an der Wilhelmstraße 29 feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Der Geburtstag der Namensgeberin jährt sich 2014 zum 150. Mal. Aus diesen Anlässen lädt die Schule am Donnerstag, 10. April, zu einem Festakt mit großem Schulfest ein.

Die Schüler haben sich zuvor kreativ mit dem Doppelgeburtstag auseinandergesetzt und präsentieren in der Schule die Ergebnisse im Rahmen einer großen Ausstellung. Die Städtische Ricarda-Huch-Realschule hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1964 als Lern- und Lebensort ständig weiterentwickelt. Mit großem Engagement werden zeitgemäße Lernbedingungen praktiziert. So wurde nach Einführung der sechsstufigen Realschule im Jahr 2003/2004 in den Jahrgangsstufen fünf und sechs der Ganztagesbetrieb eingeführt.

Die Jahre zuvor gab es bereits offene Ganztagesangebote für alle Klassenstufen in Form einer pädagogischen Nachmittagsbetreuung. Um den Schülerinnen und Schülern die bestmögliche Förderung zu ermöglichen, wird Teambildung, Teamteaching sowie Projekt- und Wochenplanarbeit eingesetzt. Herausragend ist das vielfältige kulturelle Angebot der Schule.

Die Schüler nehmen im Kulturclub am reichhaltigen Kulturangebot teil: Sie trainieren mit Tanzpädagogen Tanzformationen in vielen Variationen und werden von Schauspielern angeleitet, eigene Stücke zu verfassen und diese auf der Bühne zu präsentieren. Neben dem fachlichen und kulturellen Angebot legt die Städtische Ricarda-Huch-Realschule großen Wert auf die Förderung der sozialen Kompetenzen der Schüler.

Neben Tutoren und Mediatoren, die für die Schulfamilie Mitverantwortung übernehmen, wird an der Schule das Projekt „Netzr@ife“angeboten, in dem Senioren von den Jugendlichen angeleitet und begleitet werden, sich sicher im Internet zu bewegen.

Mit Ricarda Huch als Namenspatronin für eine städtische Realschule setzte die Landeshauptstadt München ein klares Zeichen für mehr Bildungsgerechtigkeit. Ricarda Huch lebte und wirkte am Anfang des 20. Jahrhunderts viele Jahre in Schwabing. Sie war eine der bedeutendsten und bekanntesten Historikerinnen und Schriftstellerinnen Deutschlands, der es als eine der ersten Frauen in Deutschland gelungen ist, in die von Männern dominierte Bildungsschicht einzudringen.

Wegen des Studierverbots für Frauen in Deutschland absolvierte sie ihr Studium und ihre Dissertation in Zürich. 1926 wurde sie als erste Frau in die Sektion Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste gewählt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkte sie an der demokratischen Neuordnung Deutschlands mit und trug 1953 mit ihrer Studie „Der lautlose Titel“ über den Widerstand der Münchner Studierenden 1943 zur Beschäftigung mit den Geschehnissen des Nationalsozialismus bei.

 

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