Rettung, Feuer, Schneehilfe Feuerwehrbilanz 2019: 242 Einsätze pro Tag in München

Über 85.000 Mal rückte die Feuerwehr in München im letzten Jahr aus. Foto: dpa

Mehr Anrufe, mehr Einsätze: Im Jahr 2019 war die Münchner Feuerwehr mehr denn je gefordert.

 

München - Brandbekämpfung ist dabei schon lange nicht mehr die Hauptaufgabe der Frauen und Männer bei der Münchner Feuerwehr. Die Hilfe für Menschen in Not, bei Unwetter, Verkehrsunfällen und Ähnlichem rückt immer mehr in den Fokus.

2018 gab es insgesamt 84.567 Alarme. Auch im vergangenen Jahr ist die Zahl erneut gestiegen. 1.134.804 Anrufe gingen 2019 bei der Integrierten Leitstelle ein. 88.382 Einsätze absolvierte die Feuerwehr, im Schnitt sind das 242 Einsätze pro Tag. Die Freiwillige Feuerwehr hat die Berufsfeuerwehr bei 3.627 Einsätzen unterstützt.

62.551 Einsätze waren Rettungdienst-Einsätze durch die Feuerwehr, 17.002 Mal musste ein Hilfeleistungslöschfahrzeug ausrücken (etwa zu Wohnungstüröffnungen), 7.167 Brandalarme gingen ein und 1.662 Mal waren Einsätze zu verzeichnen, die die unter die Kategorie "sonstiges" fallen. Also etwa die Schneeschipp-Unterstützung im Januar 2019 in Berchtesgaden.

Rauchmelder fehlen oft - trotz Pflicht

Vier Menschen starben 2019 bei Bränden. Sorgen bereitet der Feuerwehr, dass trotz Rauchmelderpflicht noch nicht alle Wohnungen über so ein Gerät verfügen. An 280 Einsatzorten, das ergab eine Überprüfung, fehlten bei 42,4 Prozent die Rauchmelder.

Derzeit gibt es in München zehn Brandwachen der Berufsfeuerwehr. Zwei weitere sollen hinzukommen. Nach den Vorgaben des Innenministeriums muss die Feuerwehr binnen zehn Minuten am Einsatzort sein. München wächst und damit die Frist auch künftig eingehalten werden kann, fließen in den nächsten Jahren mehr als 700 Millionen Euro in Sanierung und Neubau von Feuerwachen. Die Sanierung der Hauptfeuerwache am Sendlinger Tor läuft. 2028 ist sie abgeschlossen.

Berufswunsch Feuerwehr: Ausbildung wird reformiert

Dazu wird die Feuerwache 5 in Ramersdorf gebaut und eine weitere ist für Feldmoching geplant. "Wir haben einiges auf den Weg gebracht", lobt KVR-Chef Thomas Böhle anlässlich der des aktuellen Jahresberichts. Zudem wird Ausbildung reformiert. Ab 2022 sollen Schulabgänger direkt bei der Feuerwehr beginnen können.

Bisher ist vorgeschrieben, dass Bewerber zuerst eine dreijährige Berufsausbildung absolvieren und dann eine insgesamt zwei Jahre dauernde Ausbildung zum Feuerwehrmann/-Frau. Die Münchner Berufsfeuerwehr verfügt über 1.700 Einsatzkräfte.

 

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