Restaurant-Kritik Das Prinzip Birkenwald

Bei „Hans im Glück“ im Mittelpunkt: natürlich der Burger. Foto: Hans im Glück

Der neueste Ableger der Kette „Hans im Glück“ hat im Tal eröffnet – und setzt auch hier auf Altbewährtes.

 

Alstadt - Hans muss ziemlich glücklich sein. Die Rede ist nicht vom Schwank der Gebrüder Grimm, sondern vom gleichnamigen Burgerrestaurant. Im ganzen Land eröffnen praktisch im Wochentakt neue Filialen der Münchner Burgerkette. Das Prinzip der Restaurants ist überall gleich: Zwischen Birkenstämmen gibt es Burger und Cocktails.

Das Konzept funktioniert und allabendlich sieht man den Birkenwald vor lauter Gästen nicht. Die Gäste lieben „Hans im Glück“. Warum? Wir wollen es wissen und besuchen das neue Lokal im Tal. Früher stand hier ein Burger King, der nun gegen ein „Hans im Glück“ eingetauscht wurde.

Wie erwartet, ist das Lokal bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Service bleibt trotzdem freundlich und so dauert es eine Weile, bis sich in dem eigentümlich eingerichteten Lokal ein Tisch findet.

Die Speisekarte liest sich wie ein Märchenbuch, was allerdings weniger der Länge als der Dicke der Seiten geschuldet ist. Am Abend werden Burger, Pommes und Cocktails im Menü (15 Euro) angeboten. Menüs gab es im Vorgängerlokal auch. So viel hat sich also gar nicht geändert.

„Weltbeste Mojitos“ steht in der Drinkauswahl zu lesen. Die Weltbesten stehen allerdings bereits vorgemixt hinter der Bar, weshalb wir die These gar nicht auf ihre Aussagekraft testen wollen. Die gewählten Drinks „Engelstrompete“ und „Dirne“ mögen einen lustigen Namen haben, schnell serviert sein und vielleicht noch ganz angenehm aussehen. Nur eine Sache sind sie nicht: gut. Beide Cocktails sind viel zu süß, dann wieder sauer und irgendwann einfach nur noch grausig.

Die Burger können nur besser sein und das sind die dann auch. Der „Klassik“ und „Geißbock“ (mit Ziegenkäse) sind geschmacklich zwar keine Offenbarung, aber angesichts des Preises durchweg okay. Dass die Pommes in Ordnung sind, ist für einen Burgerladen eine Selbstverständlichkeit. Die Süßkartoffelversion ist allerdings zu weich und wenig knusprig. So richtig glücklich macht uns das „Hans im Glück“ nicht, aber das liegt primär an den Cocktails und der etwas hektischen Atmosphäre. Andere mögen das sicher aufregend finden. Schlussendlich ist es wie bei jeder Fast-Food-Kette: Manche mögen’s, manche nicht.

 

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