Restaurant Denkma(h)l Die Gerüchteküche bleibt kalt

Tobias Stegmann serviert in seinem Restaurant "Denkma(h)l" gehobene Küche. Foto: cv

Seit einem Jahr betreibt Tobias Stegmann das Denkma(h)l im ehemaligen Börsencafé. Jetzt zieht er Bilanz und kontert dem Gerede, er sei womöglich pleite. 

Die Gerüchteküche brodelt seit Monaten: Tobias Stegmann (32) schließt angeblich das "Denkma(h)l" in der Oberen Altstadt. Sein Restaurant soll pleite gegangen zu sein – und er suche schon einen neuen Pächter, obwohl er das Lokal ja erst seit April 2017 betreibt. Die AZ fragte beim Profi-Koch nach, was an den Gerüchten dran ist. "Überhaupt nichts. Im Gegenteil, es läuft alles wunderbar. Ich weiß nicht, wer auf diese Idee gekommen ist", sagt Stegmann. Aber er sei froh, dass er endlich einmal Stellung dazu nehmen kann.

Im April 2017 eröffnete Tobias Stegmann sein erstes eigenes Restaurant. Sein Konzept? Vormittags Frühstück, mittags Tafelgerichte und Klassiker sowie nachmittags Kuchen aus der eigenen Pâtisserie. Ab 18 Uhr gehobene, saisonale und regionale Küche.
Daran hat Tobias Stegmann kürzlich ausgiebig gefeilt. Er strukturierte um. Seitdem ist erst ab 18 Uhr geöffnet. Er möchte sich auf den Abend konzentrieren. "Das ist einfach das Hauptgeschäft", erklärt er.

Die Vormittage und Nachmittage nutzt er anders: Statt Frühstück (nur noch einmal im Monat als Teil des Brunchs) und Kaffeekränzchen können geschlossene Gesellschaften bei ihm stattfinden. Zum Beispiel Geburtstage, Taufen, Hochzeiten. Aber auch Meetings und Kongresse. "Wir versuchen, das Lokal zu beleben", sagt er. Auch mit Koch-Events oder Partys.
Was ist die Bilanz von Tobias Stegmann nach dem ersten Jahr? "Es war aufregend. Wir haben viel Gutes aber auch den ein oder anderen Fehler gemacht", findet er.

Scharfe Kritik für das Denkma(h)l auf Facebook

Besonders gut sei das Essen gewesen: "Nichts ist aus meiner Küche raus, das ich nicht auch selber gegessen hätte." Weniger erfreulich waren die Fehler im Tischmanagement. Oftmals gingen die Reservierungen unter. "Das passiert uns nicht mehr", versichert er. Auf Facebook musste Tobias Stegmann im letzten Jahr viel Kritik einstecken. Einige Restaurantbesucher gingen hart mit ihm ins Gericht bei der Bewertung von Essen und Service. Das wurmte. Heute sieht er das anders: "Wir haben uns von Facebook ganz schön ablenken lassen. Das haben wir zu wichtig genommen."

Tobias Stegmann ist auch aus dem Fernsehen bekannt – aus der Kochshow "The Taste" (Sat. 1). Nach wie vor hat er Auftritte in der Pro7-Sendung "Galileo." Ob man ihn jetzt wieder öfter im Fernsehen sieht? "Es ist schön, dass sich für mich eine TV-Karriere entwickelt hat. Aber mein Baby ist und bleibt das Lokal", sagt er. "Ich bin Koch und kein Schauspieler."

Für größere Fernsehprojekte brauche man Zeit. Und an der mangelt es Tobias Stegmann derzeit. "Mein Lokal braucht mich und meine Arbeitskraft. Gerade könnte ich mir nicht vorstellen, es aus der Hand zu geben. Wir sind auch ein Team und es macht alles viel Spaß."
 

 

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